03.09.2026 14.26Online seit heute, 14.26 UhrEs war ein Familiengeheimnis, dessen Lüftung im Vorjahr für Aufsehen gesorgt hat: Mehr als ein Jahrhundert lagerten die verschollen geglaubten Habsburg-Juwelen in einem Bankschließfach in Kanada, ab morgen werden der „Florentiner“-Diamant sowie weitere persönliche Gegenstände von Kaiserin Maria-Theresia, Königin Marie-Antoinette und Kaiser Franz I. im kanadischen Quebec ausgestellt.APA/Andrea Leitner Communication/A.E.KöchertDer private Familienschmuck der ehemaligen Kaiserfamilie befindet sich in der Obhut des kanadischen Trusts Fiducie Saint-Joseph, der die Stücke nun in Zusammenarbeit mit dem Musee national des beaux-arts du Quebec ausstellt.Als rechtmäßiger Eigentümer verwaltet der Trust den Schmuck eigenständig entsprechend seinen Statuten. Diese verpflichteten dazu, die Sammlung langfristig in Kanada zu erhalten, wie es heißt.Kaiserin Zita hatte den Familienschatz bei der kanadischen Bank eingelagert und verfügt, dass der Verbleib geheim bleiben musste. Ihre Söhne Robert und Rudolph hüteten das Geheimnis und gaben es kurz vor ihrem Tod an die eigenen Söhne weiter. Karl Habsburg, das heutige Oberhaupt der Familie, erfuhr nach eigenen Angaben erst 2024 davon. Die Echtheit des Schatzes wurde bestätigt.Die Nachkommen des Kaiserhauses begrüßten nun die Entscheidung, den Schmuck nun öffentlich zu zeigen. Das Museum genieße „einen ausgezeichneten Ruf und ist aus Sicht der Familie eine sehr gute Wahl für diese Ausstellung“, wurde Habsburg in einer Aussendung zitiert.