02.09.2026 17.37Online seit heute, 17.37 UhrIsrael hat nach den Worten von Verteidigungsminister Israel Katz Pläne zur Umsiedlung von Palästinenserinnen und Palästinensern aus dem Gazastreifen. Die USA müssten allerdings noch klären, wohin die Menschen umgesiedelt werden könnten, sagte Katz heute. „Ohne diese Migration gibt es letztendlich keine wirkliche Lösung für den Gazastreifen“, sagte der Minister.Die israelische Regierung sei „bereit, sie herauszuholen – auf dem Seeweg, auf dem Luftweg, auf jedem erdenklichen Weg“, fuhr Katz auf einer von der israelischen Nachrichtenwebsite Ynet und der Zeitung „Jediot Ahronot“ veranstalteten Konferenz fort.Katz: Trump-Idee nur auf Eis gelegtUS-Präsident Donald Trump hatte zu Beginn seiner zweiten Amtszeit mit der Forderung Empörung ausgelöst, dass alle zwei Millionen Palästinenserinnen und Palästinenser den Gazastreifen verlassen sollten.Er sprach damals davon, den Küstenstreifen, der nach dem Überfall der islamistischen Terrororganisation Hamas am 7. Oktober 2023 auf Israel durch israelische Angriffe verwüstet wurde, in ein Luxus-Urlaubsziel umzugestalten. Nach heftigem Widerstand unter anderem aus Ägypten rückte Trump schließlich davon ab.Zu einem im Oktober von den USA vorgelegten 20-Punkte-Plan für den Gazastreifen gehörte auch der Verzicht auf Zwangsumsiedlungen. Katz sagte nun, Trump habe die Idee lediglich auf Eis gelegt, während er nach Ländern suche, die Palästinenserinnen und Palästinenser aufnehmen könnten. „Der Plan wurde nicht aufgegeben; er wird ständig diskutiert, auch jetzt noch, und ich glaube, es gibt keine andere Lösung zum Wohle aller“, sagte er.Netanjahu: Kein Abzug aus GazastreifenDer israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betonte unterdessen beim Besuch eines israelischen Armeestützpunktes im Gazastreifen, Israel halte an der Kontrolle von rund 60 Prozent des Gebiets fest.Der von den USA vorangetriebene Friedensplan sieht derweil einen Abzug israelischer Truppen aus dem Gebiet vor, sobald die Hamas entwaffnet ist.