02.09.2026 15.02Online seit heute, 15.02 UhrDie Kölner Staatsanwaltschaft stuft den Vorfall an einem Umspannwerk im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen als Anschlag ein und ermittelt wegen verfassungsfeindlicher Sabotage. Zudem werde ein Zusammenhang mit einem ähnlichen Vorfall in Brandenburg vom Dienstag geprüft, teilten die Behörden heute mit.Man ermittele wegen des Anfangsverdachts der verfassungsfeindlichen Sabotage und der Störung öffentlicher Betriebe. „Wir stufen die Tat als Anschlag auf die kritische Infrastruktur ein“, sagte Michael Esser vom Polizeipräsidium Köln. „Natürlich prüfen wir auch die Zusammenhänge zu den jüngsten Taten in Brandenburg.“Ähnlicher Angriff in BrandenburgNach Angaben der Polizei hatten Unbekannte am Vorabend gegen 20.00 Uhr in einem Umspannwerk im Ortsteil Rheydt einen Kurzschluss verursacht.Dazu sei vermutlich ein Draht über eine Hochspannungsleitung geworfen und an einem Zaun befestigt worden, was zu einer Erdung führte. In der Folge wurden die Kraftwerke in Niederaußem und Neurath technisch abgeschaltet, Stromausfälle gab es aber nicht.In Brandenburg am Kraftwerk Jänschwalde hatte es Stunden zuvor einen ähnlichen Anschlag gegeben. Es war ebenfalls ein Kurzschluss ausgelöst worden, und ein Kraftwerksblock musste vom Netz gehen.Abschussvorrichtungen an beiden Orten gefundenIm Zuge der Ermittlungen in Nordrhein-Westfalen fanden die Beamten in einem angrenzenden Maisfeld sechs Abschussvorrichtungen.„Es ist davon auszugehen, dass die Vorrichtungen so gebaut waren, dass pyrotechnische Gegenstände vermutlich einen Draht in die Höhe transportieren konnten“, erklärte Esser. In Brandenburg wurde ganz ähnlich vorgegangen, auch hier wurden vermutlich selbstgebastelte Raketen in großer Zahl gefunden.