02.09.2026 14.54Online seit heute, 14.54 UhrDie Treibhausgasemissionen (THG) sind in Österreich 2025 laut Nahzeitprognose des Umweltbundesamts (UBA) um 0,7 Prozent gestiegen, was einem Anstieg von 0,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten entspricht.Laut den vorläufigen Daten wird damit ein Wert von rund 67 Mio. Tonnen erreicht, womit die aktuellen EU-Klimaziele überschritten werden, wie heute bekanntwurde.Höhere Emissionen sind laut Umweltbundesamt insbesondere bei Kraft- und Fernwärmewerken sowie in der Chemie-, Zement-, Kalk- und Stahlindustrie zu verzeichnen.Totschnig ortet HandlungsbedarfDer höhere Heizenergiebedarf und die deutlich geringere Stromerzeugung aus Wasserkraft waren wesentliche Faktoren dieser Entwicklung. Gleichzeitig hätten die schwache Konjunktur und der Rückgang im Verkehr emissionsmindernd gewirkt.Klimaminister Norbert Totschnig (ÖVP) ortete angesichts des weiteren Anstiegs Handlungsbedarf. Das Umweltbundesamt hielt fest, dass zur Erreichung der EU-Klimaziele bis 2030 zusätzliche, rasch wirksame Maßnahmen in sämtlichen Sektoren erforderlich seien.Laut Leonore Gewessler, Klubobfrau der Grünen, zeigen die heute veröffentlichten Zahlen, wohin ein „Rückwärtsgang beim Klimaschutz“ führe: „Statt endlich eine Kehrtwende einzulegen, kündigt die Regierung ein Klimagesetz ohne Wirkung und ohne Verbindlichkeit an.“ Die Grünen hätten hingegen gezeigt, dass konsequenter Klimaschutz wirke.Kritik von NGOsDer Verkehrsclub Österreich (VCÖ) reagierte auf die rückläufigen Emissionen im Verkehrssektor mit dem Hinweis, dass hier der CO2-Ausstoß mit rund 18,2 Millionen Tonnen „nach wie vor sehr hoch ist“.Greenpeace warnte, dass mit dem jetzigen Kurs die europäischen Klimaziele in Gefahr seien und Strafzahlungen drohten. Die NGO forderte zudem, die Klimaneutralität 2040 auf alle Sektoren auszuweiten und „gefährliche Schlupflöcher“ im Klimagesetz zu schließen.Global 2000 sieht die gestiegenen Emissionen als „direkte Folge des Zurückfahrens von Klimaschutzmaßnahmen“. Es gelte, die Warnsignale ernst zu nehmen. Denn Klimaschutz sei keine Kür, sondern Pflicht.