Nach der erfolgreichen Kickstarter-Kampagne im vergangenen Jahr konnte der Hardwarehersteller ELO Gaming dieses Jahr nicht nur einen Prototyp ihrer Videobrille Sentinel XR im Hands-On präsentieren, sondern auch den heutigen Produktionsstart und die Auslieferung der ersten Geräte der 499 Euro teuren Videobrille ab Oktober bestätigen.Obgleich die Sentinel XR Gaming Brille im ersten Moment wie eine erstaunlich kompakte und leichte VR Brille wirken mag, handelt es sich bei dem Gadget tatsächlich um eine reine Videobrille. Womit sie euch beim Tragen nicht in fremde Welten entführen kann, sondern euch stattdessen euer eigenes privates Kino auf euren Nasenrücken setzt.Das mag auf den ersten Blick wie ein erheblicher Nachteil klingen, erlaubt es der Videobrille jedoch eine ganze Reihe technischer Hürden und physikalischer Grenzen zu umgehen. So genügt der Brille ein 52 Grad Sichtfeld um ein riesiges 180″ Leinwanderlebnis zu simulieren. Ebenso kann die Brille auf Kameras, Sensoren und sonstige schwere Technik verzichten. Das spiegelt sich direkt im niedrigen Gewicht wieder, denn mit lediglich 80 Gramm ist die Sentinel XR trotz integrierter Lautsprecher und einer fest verbauten Kurzsichtkorrektur von 0 bis -5.0 Dioptrien ein echtes Fliegengewicht.Für alle PlattformenEbenso wird keine aufwändige Aufbereitung für eingehende Videosignale benötigt und Anwendungen wie Spiele müssen nicht VR optimiert werden. Im Prinzip funktioniert die Videobrille an jedem Gerät, das ein Videosignal via USB-C ausgeben kann. Damit setzt die Sentinel XR auf maximale Kompatibilität und kann an beliebigen Mobilgeräten wie iPhones und iPads, der Nintendo Switch und dem Steam Deck, aber ebenso am Mac und sonstigen PCs genutzt werden. Obgleich beim Team von ELO bei der Planung und Entwicklung ursprünglich das Mobile Gaming klar im Vordergrund stand.Der Grundgedanke ist naheliegend. Zwar wächst der Katalog an aufwändigen Spielen für jedwede Form von Handheld stetig, an der Ergonomie beim Spielen auf kleinen Smartphonedisplays hat sich jedoch recht wenig getan. Auch die leicht nach vorn gebeugte Sitzhaltung beim Blick hinab auf das iPhone oder iPad erweist sich auf Dauer als unangenehm. Entsprechend reizvoll ist der Gedanke sich mit einer Videobrille auf der Nase entspannt auf dem Sofa zurücklehnen zu können.Dass die Sentinel XR zwar als virtuelle Videoleinwand genutzt werden kann, aber beim Gaming keine Abstriche gemacht werden sollen, zeigt sich auch an der verbauten Technik. In der Brille stecken zwei FullHD OLED-Displays von Sony, die mit einer Bildwiederholrate von 120 Hz und einer Reaktionszeit von einer Millisekunde aufwarten. Weiterhin wird die Brille über eine elektrochome Glasabdeckung verfügen, die bis zu 99,7 Prozent des Umgebungslichts abschirmen können soll. So könnt ihr eure Umgebund wahlweise komplett ausblenden, also in ein dunkles Schwarz tauchen. Oder ihr könnt das Gehäuse jederzeit einfach durchsichtig schalten um neben dem Bildschirminhalt auch eure Umgebung wahrnehmen zu können.Vagabond Pro folgt 2027Da ihr beim Spielen mit der Brille auf der Nase dennoch nicht direkt auf das Display eures iPhones schauen werdet, seht ihr natürlich auch nicht mehr wohin eure Finger tippen. Entsprechend greift ihr beim Spielen mit der Sentinel XR am besten zu einem Controller. Bei Clip-On Controllern müsst ihr jedoch beachten, dass die meisten davon den USB-C Port blockieren ohne das Videosignal nach außen durchzuleiten. Das gilt leider auch für das aktuelle Modell des Vagabond Controllers von ELO selbst. Der Hersteller verspricht allerdings zeitnah eine überarbeitete Version anzubieten, die eine USB-C Buchse mit einem direkten Pass-Through für das Videosignal eures iPhone oder iPad mini bieten wird.★ iPhone-Ticker bei Google bevorzugen ★Der Beitrag ELO Sentinel XR Videobrille erscheint im Herbst Wurde zuerst auf iphone-ticker.de veröffentlicht.