Missbrauchsverdacht in Hort: Familien klagen Stadt Paris

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04.09.2026 13.23Online seit heute, 13.23 UhrEtwa 15 Familien, deren Kinder von Gewalt und sexuellen Übergriffen in der Nachmittagsbetreuung berichtet hatten, haben eine Klage gegen die Stadt Paris angekündigt.Die Stadt habe „von der Gefahr für Minderjährige gewusst“, so die Anwälte der Familien heute. Die Klage betreffe den amtierenden Bürgermeister Emmanuel Gregoire und seine Vorgängerin Anne Hidalgo, deren Vize er lange war.Anwälte: Stadt setzte Empfehlungen nicht umBereits 2015 habe ein interner Bericht auf die Risiken in der städtischen Betreuung von Volksschulkindern aufmerksam gemacht, betonten die Anwälte. Die damals ausgesprochenen Empfehlungen seien nicht befolgt worden.„Die Stadtverwaltung wusste Bescheid, hat aber nichts unternommen“, sagte der Anwalt Maxime Delacarte. Der Anwalt von Hidalgo wies die Vorwürfe zurück. Die Stadt Paris reagierte noch nicht.Zahlreiche Missbrauchsfälle an SchulenIm vergangenen Jahr waren zahlreiche Missbrauchsfälle an Pariser Vor- und Volksschulen bekanntgeworden. Die Stadt geriet in die Kritik, weil zahlreiche Betreuer ungeprüft eingestellt worden waren.Um in der Nachmittagsbetreuung von Volksschulkindern zu arbeiten, ist bisher keinerlei Qualifikation notwendig. Bürgermeister Gregoire kündigte an, die Bewerber künftig besser zu schulen und bei Verdachtsfällen schärfer durchzugreifen. Er bekannte sich selbst dazu, Opfer sexuellen Missbrauchs in der Schulzeit gewesen zu sein.Seit Beginn des Jahres wurden 132 Betreuerinnen und Betreuer wegen Verdachts auf Gewalt und sexuelle Übergriffe vom Dienst freigestellt. Die Justiz ermittelt in mehr als 200 Fällen. In sechs Fällen sind Prozesse beantragt.Bisher wurde ein Betreuer zu einer 18-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt, zwei weitere wurden freigesprochen. In den drei Fällen steht noch ein Berufungsverfahren an. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.