Zehn Tote nach Fährunglück vor Zypern geborgen

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03.09.2026 23.52Online seit gestern, 23.52 UhrNach dem Fährunglück vor Zypern sind mittlerweile zehn Leichen geborgen worden. 18 Menschen würden noch vermisst, teilte der türkische Vizepräsident Cevdet Yilmaz heute mit. In den kommenden Tagen würden vermutlich weitere Leichen geborgen.Der Regierungschef der international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern, Ünal Üstel, hatte am Mittwoch erklärt, dass sich die Vermissten vermutlich in dem gesunkenen Schiffswrack befinden. Das Wrack der Fähre liegt in 550 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund.Fähre war am Sonntag gekentertDie Fähre mit 267 Menschen an Bord war am Sonntag auf dem Weg in die Türkei vor der Küste Nordzyperns gekentert und gesunken, kurz nachdem sie den Hafen Kyrenia verlassen hatte. 239 Menschen konnten gerettet werden.Seit Mittwoch sind zwei türkische Marineschiffe an der Unglücksstelle im Einsatz. Sie sind unter anderem mit Unterwasserdrohnen ausgestattet, die Tiefen von bis zu 1.000 Metern erreichen können.Kapitän in UntersuchungshaftZur Unglücksursache wurden bisher keine Angaben gemacht. Der Kapitän und acht weitere Verdächtige wurden am Montag wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung in Untersuchungshaft genommen. Der Kapitän gab der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge bei der Gerichtsanhörung an, starke Wellen hätten den Bug des Schiffes beschädigt.Zypern ist seit 1974 geteilt. Die Türkei ist der einzige Staat, der die 1983 ausgerufene Türkische Republik Nordzypern anerkennt. Die Republik Zypern ist seit 2004 EU-Mitglied.