04.09.2026 12.34Online seit heute, 12.34 UhrDer laut GeoSphere heißeste Sommer der Messgeschichte, der zudem auch von außergewöhnlicher Trockenheit geprägt war, hat dafür gesorgt, dass auch die Wasserbilanz deutlich negativ ausfällt.„Österreichweit fiel rund 32 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt – das macht sich bei unseren Fließgewässern ebenso wie beim Grundwasser bemerkbar“, wurde Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) heute in einer Aussendung zitiert.Historische SchädenDas Niederschlagsdefizit betraf das gesamte Bundesgebiet, aber besonders den Osten des Landes, und verschärfte zunehmend die Situation beim Wasserhaushalt. Die Trockenheit setzte sich damit nach einem bereits trockenen und niederschlagsarmen Winter 2025/2026 und Frühling 2026 in allen drei Sommermonaten fort.In der heimischen Landwirtschaft hat diese Dürre historische Schäden verursacht. Betroffen sind das gesamte Bundesgebiet und sämtliche landwirtschaftlichen Kulturen, lautet die Bilanz des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft.Niedrige GrundwasserständeEnde August lagen an mehr als 95 Prozent der Pegelmessstellen die monatlichen Abflüsse unter den langjährigen Monatsmitteln. Auch die Grundwasserstände gingen im Verlauf des Sommers zurück. Der Anteil der Messstellen mit niedrigen bzw. sehr niedrigen Grundwasserständen stieg von rund 80 Prozent Ende Mai auf etwa 90 Prozent Ende August, berichtete das Ministerium.Zu erwartende Niederschläge in den kommenden Wochen könnten zwar kurzfristig zu einer Entspannung bei Fließgewässern und Böden beitragen, reichen jedoch noch nicht für eine nachhaltige Erholung der Grundwasserstände und der Wasserführung aus.