GPT-6 Astra: OpenAI setzt auf Computersteuerung und Tempo

Wait 5 sec.

OpenAI hat mit GPT-6 Astra die nächste Generation seiner KI-Modelle vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt weniger auf klassischen Chat-Antworten als auf der selbstständigen Arbeit am Rechner. Astra soll Programme bedienen, Webseiten nutzen, Formulare ausfüllen, Kalender organisieren, Rechercheaufgaben erledigen und Ergebnisse direkt in Dokumenten, Tabellen oder Präsentationen weiterverarbeiten.Damit setzt OpenAI die Entwicklung fort, die sich bereits mit GPT-5.4 und dessen Computersteuerung abgezeichnet hatte. Später rückten mit GPT-5.5 längere, agentische Arbeitsabläufe stärker in den Vordergrund. Astra soll diese Aufgaben nun schneller ausführen und dabei besser im ursprünglichen Auftrag verankert bleiben.Rechner bedienen statt nur Antworten liefernOpenAI demonstriert unter anderem Arbeiten in Entwicklungsumgebungen, Bürosoftware und wissenschaftlichen Anwendungen. Astra kann Software installieren und testen, Fehler auf Webseiten suchen oder Daten analysieren. Bei OSWorld 2.0 erreicht das Modell laut OpenAI 72,6 Prozent und benötigt in einer Simulation rund 40 Minuten pro Aufgabe. GPT-5.6 Sol kam dort auf 65,7 Prozent bei etwa 75 Minuten.Auch für klassische Wissensarbeit wurde das Modell gezielt trainiert. Vorlagen für Präsentationen, Dokumente und Tabellen sollen genauer eingehalten werden. Astra soll außerdem nur relevante Informationen aus vorhandenem Kontext übernehmen, statt umfangreiche Ausgangsmaterialien unnötig wiederzukäuen. In Codex kann das Modell frühere Kontextfenster zudem durchsuchen und Notizen über längere Arbeitssitzungen hinweg erhalten.Mehr Fähigkeiten erfordern engere LeitplankenMit der gestiegenen Eigenständigkeit wachsen zugleich die Sicherheitsanforderungen. Besonders deutlich zeigt sich dies bei der Cybersicherheit. Astra erzielte ohne die für den Produktbetrieb vorgesehenen Schutzmaßnahmen 100 Prozent im ExploitBench und entdeckte bei einem weiteren Test zwei zuvor unbekannte Schwachstellen. Fortgeschrittene Aufgaben zur Erstellung von Exploits sollen in der regulären Version deshalb weiterhin abgelehnt werden.OpenAI hebt zudem Verbesserungen bei der Einhaltung von Nutzergrenzen hervor. In einem internen Test überschritt Astra bei unmöglichen Aufgaben den erlaubten Arbeitsbereich nicht, während GPT-5.6 Sol dies häufiger tat. Gleichzeitig räumt das Unternehmen ein, dass sich die schriftlich sichtbaren Überlegungen des Modells schwieriger überwachen lassen.GPT-6 Astra startet zunächst bei ausgewählten Organisationen. In den kommenden Tagen soll das Modell für ChatGPT Plus, Pro, Business und Enterprise sowie über die OpenAI API, Microsoft Azure und AWS Bedrock verfügbar werden. Pro-, Business- und Enterprise-Kunden erhalten zusätzlich Zugriff auf Astra Pro.★ ifun.de bei Google bevorzugen ★Der Beitrag GPT-6 Astra: OpenAI setzt auf Computersteuerung und Tempo wurde zuerst auf ifun.de veröffentlicht.