Falklandinseln: Milei plant Militärbasis und Sanktionen

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04.09.2026 07.46Online seit heute, 7.46 UhrIm Streit um die Falklandinseln hat Argentiniens Präsident Javier Milei die Einrichtung einer Militärbasis auf Feuerland angekündigt. Außerdem drohte er mit Sanktionen gegen Firmen, die ohne Erlaubnis der argentinischen Regierung die Gewässer um jene Inselgruppe im Südatlantik wirtschaftlich ausbeuten wollen, die seit 1833 ein britisches Überseegebiet ist.„Wir werden alle diplomatischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Mittel des Staates einsetzen, um staatliche und nicht staatliche Akteure abzuschrecken, die unsere Souveränität verletzen“, sagte Milei in einer TV-Ansprache.Als konkreten Anlass für seine angekündigten Maßnahmen benannte er das von zwei Firmen aus Großbritannien und Israel vorangetriebene Projekt „Sea Lion“, das eine Offshore-Erdölförderung rund 220 Kilometer nördlich der Inselgruppe zum Ziel hat. Unterstützung erhielt Milei von seinem chilenischen Amtskollegen Jose Antonio Kast.Mileis Erklärung erfolgte wenige Tage, nachdem US-Präsident Donald Trump die bisherige Haltung der USA zu dem jahrzehntealten Streit zwischen Argentinien und Großbritannien um die Inseln infrage gestellt hatte. Die USA vertreten offiziell eine neutrale Haltung, haben bisher de facto aber die britische Verwaltung auf dem Archipel anerkannt.Vom britischen Sender GB News befragt, ob er dem Vereinigten Königreich in einem neuen Konfliktfall zur Hilfe käme, antwortete Trump ausweichend. Er beklagte sich stattdessen, dass die Briten ihn im Iran-Krieg nicht unterstützt hätten.1982 war es zwischen Argentinien und Großbritannien zu einem Krieg mit Hunderten Toten auf den Inseln gekommen. Die USA unterstützten die Briten, die sich militärisch durchsetzten und die argentinischen Angreifer von dem dünn besiedelten Überseegebiet vertreiben konnten. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.