04.09.2026 18.07Online seit heute, 18.07 UhrNach ihrem Ausschluss im Jahr 2022 nehmen rund zwei Dutzend Hochschulen in Ungarn künftig wieder am europäischen Studentenaustauschprogramm Erasmus teil.„Erasmus kehrt an alle ungarische Universitäten zurück“, so Bildungsministerin Judit Lannert heute auf Facebook. Die Regierung habe alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um die Teilnahme der Unis an dem von der EU finanzierten Programm ab dem kommenden Wintersemester zu ermöglichen.21 Hochschulen in Ungarn, darunter einige der führenden Universitäten des Landes, waren 2022 aus dem Programm ausgeschlossen worden, nachdem sie unter dem damaligen rechtsnationalistischen Regierungschef Viktor Orban in den Besitz von Stiftungen überführt worden waren. Nun kommen die Hochschulen ab kommendem Jahr wieder unter staatliche Kontrolle.Die Überführung der Hochschulen in die Stiftungen hatte in Ungarn für Kontroversen gesorgt. Die rechtsnationalistische Regierung betonte, die Reformen zielten darauf ab, die Modernisierung der Unis voranzutreiben. Kritiker sprachen hingegen von einem Versuch, den Einfluss der langjährigen Regierungspartei FIDESZ im Bildungsbereich zu zementieren.Mehrere mit Orban verbündete Politiker saßen in den Vorständen der Stiftungen. Die EU-Kommission setzte die Erasmus-Förderung schließlich aus und verwies dabei auf Interessenkonflikte sowie Bedenken in Bezug auf Rechtsstaatlichkeit und Transparenz.