West-Nil-Virus: Bereits fünf Tote in Nordmazedonien

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22.08.2026 22.00Online seit heute, 22.00 UhrDas von Stechmücken übertragene West-Nil-Virus hat in Nordmazedonien in den vergangenen Wochen bereits fünf Menschen getötet. Wie das nordmazedonische Gesundheitsministerium heute mitteilte, wurden in dem Balkanstaat in jüngster Zeit insgesamt 43 Infektionen mit dem Virus bei Menschen festgestellt, der Großteil davon in den vergangenen drei Wochen. Fünf Infizierte seien gestorben. Die Behörden riefen zu Vorsichtsmaßnahmen auf, um Mücken keine Brutstätten zu bieten.„Fast jeden Tag wird jemand ins Krankenhaus eingeliefert und die Zahl (der Patienten) in der Klinik liegt bei etwa 20 bis 21“, sagte der Leiter der Klinik für Infektionskrankheiten in Skopje, Fadil Cana. Anfang August hatten die Behörden für mehrere Gegenden in und um die nordmazedonische Hauptstadt eine West-Nil-Virus-Epidemie festgestellt.Das von Stechmücken übertragene Virus wurde erstmals 1937 im West-Nil-Gebiet in Uganda nachgewiesen. Ein Großteil der Infektionen verläuft asymptomatisch oder mit leichten Symptomen, weshalb nur ein kleiner Teil überhaupt erfasst wird.Infizierte, bei denen die Krankheit ausbricht, entwickeln grippeähnliche Beschwerden wie Zittern und Fieber. In schweren Fällen können Erkrankte ins Koma fallen. Über die Blutbahn kann das Virus zudem bis ins Gehirn gelangen und eine lebensbedrohliche Hirnhautentzündung (Meningitis) auslösen.Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten hatte am Freitag mitgeteilt, dass seit Jahresbeginn bereits zwölf europäische Länder vor Ort übertragene Fälle einer West-Nil-Virus-Infektion gemeldet hätten. Außer Nordmazedonien waren dies neben Österreich auch Deutschland, die Niederlande, Frankreich, Spanien, Italien, Albanien, Griechenland, Rumänien, Serbien und das Kosovo.In Europa treten die meisten Infektionen während der Mückensaison zwischen Frühjahr und Herbst auf. Hochzeit der Übertragungen ist zwischen Juli und September. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es weder zugelassene Impfstoffe für Menschen noch passgenaue Behandlungsmethoden gegen das Virus. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.