22.08.2026 23.07Online seit heute, 23.07 UhrTeheran hat allen Länder, die sich am Wirtschaftskrieg der USA gegen den Iran beteiligen, mit ihrer Einstufung als „Feinde“ gedroht.Der Leiter des nationalen Sicherheitsrats des Iran, Mohsen Resai, warnte heute im Staatsfernsehen alle Länder in der Region „und auf der ganzen Welt“ davor, „sich dem von den USA geführten Wirtschaftskrieg anzuschließen“. Sie würden dann vom Iran als „Feind“ betrachtet.Trump: Umfassender „Wirtschaftskrieg“US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch angesichts der stockenden Verhandlungen mit Teheran einen umfassenden „Wirtschaftskrieg“ gegen den Iran angekündigt. Es werde sich um „die vernichtendste Wirtschaftsoperation“ aller Zeiten handeln, sagte er. Zudem drohte Trump jedem Land, das den Iran unterstütze oder mit ihm Geschäfte mache, mit „enormen“ Strafmaßnahmen.Die US-Regierung rief ihre Verbündeten sowie China zur Unterstützung dieses „Wirtschaftskriegs“ auf. Die Regierung in Peking wies das jedoch zurück. Am Montag will US-Finanzminister Scott Bessent sich in einer Pressekonferenz dazu äußern, wie genau Washington den wirtschaftlichen Druck auf den Iran erhöhen will.Resai sagte dazu nun, bisher habe sein Land „keinerlei wirtschaftliche Interessen Amerikas angegriffen“, sondern lediglich Militärstützpunkte. Wenn die USA aber weitere Wirtschaftssanktionen gegen den Iran verhängten, werde sein Land Erdöl- und andere Unternehmen angreifen, die die USA rund um den Iran besäßen.Lösung für Krieg weiter nicht in SichtEnde Februar hatte mit US-israelischen Angriffen und der Tötung des seit Jahrzehnten im Iran herrschenden obersten Führers Ali Chamenei der Iran-Krieg begonnen. Trump begründete die Angriffe mit der Gefahr, die vom iranischen Atomprogramm ausgehe.Auf eine Waffenruhe im April folgte im Juni die Unterzeichnung eines Rahmenabkommens, das binnen 60 Tagen zu einer dauerhaften Friedensregelung führen sollte. Derzeit ist aber weder eine diplomatische noch eine militärische Lösung zur Beilegung des Konflikts in Sicht. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.