Sexualstrafrecht: Grüne wollen weiteren Straftatbestand

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28.08.2026 12.02Online seit heute, 12.02 UhrFür die Verschärfung des Sexualstrafrechts ist von der SPÖ ein Entwurf in die koalitionsinternen Verhandlungen geschickt worden. Verankert werden soll ein „Zustimmungsprinzip“, sexuelle Handlungen sollen nur mit ausdrücklicher Zustimmung stattfinden dürfen.Die Grünen freuen sich über die politische Einigkeit zu „Nur Ja heißt Ja“, verlangen im neuen Sexualstrafrecht aber zusätzlich einen eigenen Straftatbestand für den Besitz und die Weitergabe von Vergewaltigungsvideos.Meri Disoski, Frauensprecherin der Grünen, forderte die Bundesregierung heute in einer Aussendung auf, die anstehende Reform des Sexualstrafrechts zu nutzen, um eine weitere Schutzlücke zu schließen. „Wir reden hier nicht über irgendwelche Videos. Wir reden über Aufnahmen von Vergewaltigungen. Über Männer, die Frauen betäuben und vergewaltigen, die Tat filmen und diese Videos anschließend sammeln, tauschen und verbreiten“, wurde Disoski in der Mitteilung zitiert.„Wer solche Videos besitzt oder weiterverbreitet, ist nicht bloß Zuschauer. Er macht sich die Vergewaltigung einer Frau zum eigenen Konsumgut. Genau dieses Unrecht bildet unser Strafrecht bislang nicht in einem eigenen Straftatbestand ab. Das gehört geändert: Besitz und Weitergabe von Vergewaltigungsvideos sollen ein eigener Straftatbestand werden“, so die Politikerin.