28.08.2026 16.49Online seit heute, 16.49 UhrDas Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) hat sich heute besorgt über Überlegungen mehrerer EU-Staaten gezeigt, Abschiebezentren für abgelehnte Asylbewerber in Ruanda zu errichten.Österreich, Deutschland, Dänemark, Griechenland und die Niederlande verhandeln Medienberichten zufolge mit dem ostafrikanischen Land über „Return Hubs“.ÖRK-Präsident Gerald Schöpfer erinnerte bei einer Pressekonferenz daran, „dass das EU-Recht, im Speziellen die Rückkehrverordnung vorsieht, dass Abschiebungen nur in Länder stattfinden sollten, die das Menschenrecht akzeptieren und respektieren“.Frühere Erfahrungen mit solchen Zentren hätten aber gezeigt, dass es sehr schwierig sei, einzugreifen, wenn die Empfängerländer sich nicht an das humanitäre Völkerrecht hielten.Ob das in Ruanda garantiert ist, sei fragwürdig. „Wir sehen, dass Ruanda bereits große Lasten trägt, (…) die dieses kleine Land fast nicht verkraften kann“, so Schöpfer.Ruanda beherberge derzeit bereits rund eine halbe Million Flüchtlinge aus den Nachbarstaaten. Zudem hätten die beiden größten Geldgeber der bestehenden Flüchtlingscamps – die USA und Belgien – ihre Zahlungen deutlich reduziert.