28.08.2026 13.16Online seit heute, 13.16 UhrKurdisch kann künftig an staatlichen und privaten Schulen in Syrien als Nationalsprache unterrichtet werden, wenn Kurden und Kurdinnen in der jeweiligen Region einen erheblichen Teil der Bevölkerung stellen. Das Bildungsministerium änderte dazu ein aktuelles Dekret.Kurdisch solle „auf allen Bildungsstufen unterrichtet werden und Bestandteil der anerkannten Lehrpläne sein“, hieß es vom Ministerium gestern. Kurdisch wird damit offiziell Bestandteil der anerkannten Lehrpläne.Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa hatte im Jänner ein Dekret erlassen, das die syrischen Kurden als integralen Teil des syrischen Volkes anerkennt. Damit wurde auch der Unterricht der kurdischen Sprache in Schulen garantiert.Unter den ethnischen Minderheiten in Syrien stellen die Kurden die größte Gruppe. Zu Zeiten der gestürzten Assad-Regierung wurden sie weitläufig diskriminiert. Sie leben vor allem im Nordosten des Landes. Dort hatten sie eine eigene Selbstverwaltung aufgebaut.Die neue Führung in Damaskus will das Land nach Jahren der Spaltung neu ordnen und alle Gebiete unter staatliche Kontrolle bringen. Die Regierung drängte im Zuge militärischer Gefechte auf eine Auflösung der kurdischen Verwaltung.Erst am Dienstag gaben die kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) ihre Auflösung und Eingliederung in die syrischen staatlichen Institutionen bekannt. Damit sei die kurdische Selbstverwaltungsbehörde aufgelöst.