Vision Pro: Apple spielte zeitweise bizarre Namensgebung durch

Wait 5 sec.

Apples inzwischen fast in der Versenkung verschwundene Computerbrille Vision Pro hätte beinahe ganz anders geheißen. Intern war von dem Gadget zumeist als Reality Pro die Rede. Auch in die Gerüchteküche schaffte es diese Bezeichnung zeitweise. Schlussendlich entschloss man sich in Cupertino aber mit Blick auf den etwas absonderlichen Unterton in diesem Produktnamen, die Brille doch anders zu nennen.Apple hatte für seine Vision Pro während der Entwicklung offenbar lange einen anderen Namen vorgesehen. Das Mixed-Reality-Headset wurde intern als „Reality Pro“ bezeichnet, bevor sich der Konzern schließlich für die Bezeichnung Vision Pro entschied.Fun fact: Apple Vision Pro was originally called Reality Pro (realityprorealityosdev) under early stage of development. Time passes.— Kosutami (@Kosutami_Ito) 21. August 2026Darauf weist der für Apple-Prototypen bekannte Leaker Kosutami hin. In einem Beitrag auf X verwies er auf die interne Zeichenfolge „realityprorealityosdev“, die aus einer frühen Entwicklungsphase stammen soll. Sie deutet darauf hin, dass sowohl das Headset als auch sein Betriebssystem ursprünglich unter der Reality-Marke entwickelt wurden.Dass Apple die Bezeichnung Reality Pro in Erwägung zog, war bereits vor der Vorstellung des Headsets bekannt. Bloomberg-Journalist Mark Gurman berichtete im September 2022, dass Apples erstes Headset wahrscheinlich als „Apple Reality Pro“ erscheinen werde. Bereits einen Monat zuvor waren Markenanmeldungen für „Reality One“, „Reality Pro“ und „Reality Processor“ in den USA und weiteren Ländern aufgetaucht.Die Anmeldungen erfolgten über die Firma Immersive Health Solutions LLC. Apple nutzt für noch nicht angekündigte Produkte regelmäßig solche Firmenkonstruktionen, um geplante Produktnamen möglichst lange geheim zu halten.Auch realityOS war als Name vorgesehenÄhnliche Hinweise gab es beim Betriebssystem. Bereits Ende 2021 wurde die Marke „realityOS“ über Realityo Systems LLC angemeldet. Entwickler hatten zudem entsprechende Bezeichnungen in Apples Software und in Protokollen für App-Store-Uploads entdeckt. Später tauchten weitere mögliche Namen wie „xrOS“, „xrProOS“, „realityproOS“ und „realOS“ auf.Bei der Präsentation auf der WWDC 2023 entschied sich Apple schließlich für eine komplett andere Markenstrategie: Das Headset wurde als Vision Pro vorgestellt, während das Betriebssystem den Namen visionOS erhielt. Die Umstellung erfolgte offenbar spät genug, dass Teile der früheren Reality-Bezeichnungen in internen Softwareversionen erhalten blieben.Interessant könnten die alten Markenrechte dennoch werden. Apple soll weiterhin Rechte an Bezeichnungen wie Reality Pro und Reality One besitzen. Das könnte beispielsweise in China relevant sein, wo Huawei nach früheren Berichten bis 2031 über Rechte an der Marke Vision Pro verfügt. Gurman hatte daher bereits die Möglichkeit ins Spiel gebracht, dass Apple in einzelnen Märkten auf eine alternative Bezeichnung zurückgreifen könnte.Die Vision Pro kam im Februar 2024 zunächst in den USA für 3.499 Dollar auf den Markt. Zuletzt verdichteten sich allerdings die Hinweise auf einen deutlichen Strategiewechsel bei Apple. Das Unternehmen soll rund 100 Beschäftigte seiner Vision Products Group entlassen und die Teams für Vision-Pro-Spiele sowie immersive Videos weitgehend aufgelöst haben. Berichten zufolge wurden zudem sowohl eine grundlegend überarbeitete Vision Pro 2 als auch eine günstigere „Vision Air“ gestrichen. Stattdessen soll Apple seine Entwicklungsressourcen verstärkt auf Smart Glasses konzentrieren.Der Beitrag Vision Pro: Apple spielte zeitweise bizarre Namensgebung durch erschien zuerst auf Apfelpage.