24.08.2026 12.56Online seit heute, 12.56 UhrIn der mittelitalienischen Gemeinde Amatrice ist mit einer Mahnwache und 239 Glockenschlägen an das schwere Erdbeben erinnert worden, bei dem vor genau zehn Jahren in der Region annähernd 300 Menschen ums Leben kamen. Um 3.36 Uhr – dem Zeitpunkt des schlimmsten Bebens – gab es zunächst eine Schweigeminute. Anschließend läuteten die Glocken: Für jedes Todesopfer in Amatrice schlug die Glocke einmal, wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtete.Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella erinnerte an die Katastrophe als „dramatische Seite der Geschichte der Republik“. Das Erdbeben zeige zugleich die Notwendigkeit, die Mechanismen zur Vorbeugung und zur Bewältigung von Katastrophen weiter zu stärken.Meloni beklagt Verzögerungen beim WiederaufbauAuch die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni mahnte zu weiteren Anstrengungen zur Vorbeugung von Erdbebenschäden. „Wir werden die Nacht des 24. August 2016 nie vergessen“, schrieb die Regierungschefin in sozialen Netzwerken. Zu viele Verzögerungen und Fehlstarts hätten einen schnellen Wiederaufbau verhindert.Inzwischen sei jedoch ein deutlicher Kurswechsel bei den Zuschüssen für den privaten Wiederaufbau und bei den Investitionen in öffentliche Projekte erreicht worden. Als Beispiel nannte Meloni die Basilika San Benedikt in Norcia in der Region Umbrien, die beim Erdbeben vom 30. Oktober 2016 nahezu vollständig zerstört worden war.299 Tote in der RegionDas verheerende Hauptbeben in der Nacht auf 24. August 2016 hatte eine Stärke von 6,2. Allein in Amatrice und der Nachbargemeinde Accumoli kamen insgesamt 249 Menschen ums Leben. In der angrenzenden Region starben weitere 50 Menschen. Hundert wurden verletzt, viele davon schwer. Tausende verloren ihr Zuhause.Das Gebiet kam erst nach vielen Nachbeben, die sich über Monate hinzogen, wieder zur Ruhe. Mit dem Wiederaufbau geht es trotz staatlicher Milliardenhilfen nur schleppend voran. Offiziellen Angaben zufolge sind nicht einmal 40 Prozent der beschädigten Gebäude wiederhergestellt. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.