25.08.2026 18.36Online seit heute, 18.36 UhrDeutschland schickt den deutsch-österreichischen Film „Everytime“ der österreichischen Regisseurin Sandra Wollner ins Rennen um den Oscar als bester internationaler Film.Das gab German Films, die Auslandsvertretung des deutschen Films, heute in München bekannt. Erst in der Vorwoche hatte der Streifen beim diesjährigen Sarajevo-Filmfestival den Hauptpreis gewonnen, das Herz von Sarajevo für den besten Spielfilm. Auch in Cannes war „Everytime“ heuer erfolgreich.Bereits dritter Spielfilm WollnersAn der französischen Cote d’Azur gewann der Film bei den diesjährigen Filmfestspielen den Hauptpreis in der prestigeträchtigen Nebenreihe Un Certain Regard. Es ist der dritte Spielfilm der 1983 in Leoben geborenen Wahlberlinerin Wollner nach „Das unmögliche Bild“ und „The Trouble with Being Born“.„Everytime“ erzählt feinfühlig von Trauer und Verlust und lässt in warmen Farben (Kamera: Gregory Oke) die Realität mit der Vergangenheit, Videoaufnahmen mit Erinnerungen verschmelzen. In dem Film geht es um Ella und ihre jüngere Tochter Melli, die ein Jahr nach dem plötzlichen Tod der älteren Tochter Jessie versuchen, ihren Alltag zu bewältigen.Die Trauer zeigt sich in kleinen Gesten, alten Nachrichten und Videoaufnahmen. Eine Reise nach Teneriffa mit Jessies Freund Lux bringt verdrängte Gefühle und Erinnerungen wieder an die Oberfläche. Die Hauptrollen spielen Birgit Minichmayr, Carla Hüttermann und Tristan Lopez.Bekanntgabe der Shortlist im DezemberDer Film kann somit auf die am 15. Dezember veröffentlichten Shortlist für den besten internationalen Film kommen. Von 15 Filmen werden dann fünf ausgewählt, die für einen Oscar nominiert werden. Am 21. Jänner werden aus einer Shortlist fünf Filme bekanntgegeben, die für einen Oscar nominiert werden. Die 99. Oscar-Verleihung findet dann am 14. März 2027 (Ortszeit, MEZ in der Nacht auf Montag) in Los Angeles statt.Es gibt beim „Auslandsoscar“ eine wichtige Neuerung. Die Academy hat die Rolle der Filmschaffenden in der Kategorie stark aufgewertet. Ab sofort gilt der Film selbst als der offizielle Nominierte und nicht mehr das jeweilige Land. Den Oscar nimmt der Regisseur oder die Regisseurin stellvertretend für das gesamte kreative Team entgegen. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.