PRIKFRAF-Abschaffung: Breite Kritik an Babler-Vorstoß

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25.08.2026 14.41Online seit heute, 14.41 UhrDer Verband der Privatkrankenanstalten, die ÖVP und auch NEOS haben dem Wunsch von SPÖ-Vorsitzendem Andreas Babler nach einer Abschaffung des Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds (PRIKRAF) eine Absage erteilt.Der Privatkrankenanstalten-Verband gab sich in einer Aussendung „alarmiert“. Die Abschaffung wäre „fatal für das österreichische Gesundheitssystem“, hieß es. Auch die Wirtschaftskammer und die FPÖ stellten sich gegen den Vorstoß, die Grünen sind hingegen dafür.Babler hatte gestern Abend im ORF-„Sommergespräch“ für die Abschaffung des PRIKRAF plädiert. „Das ist der Vorschlag, mit dem ich jetzt auch in die Herbstarbeit in der Regierung gehe“, sagte er. Die Fördermittel sollen stattdessen in die öffentliche Gesundheitsversorgung fließen.ÖVP: „Niemandem geholfen“ mit AbschaffungSeitens des Koalitionspartners ÖVP kam in einem schriftlichen Statement gegenüber dem ORF eine Absage: „Unser klares Ziel ist es, die öffentliche Versorgung zu stärken. Niemandem ist geholfen, niemand bekommt einen schnelleren Termin, wenn stattdessen die private Versorgung geschwächt wird.“Ablehnend zeigte man sich auch bei NEOS. Er könne „einiges, was gesagt wurde“, nicht nachvollziehen, sagte NEOS-Klubobmann Yannick Shetty am Rande einer Pressekonferenz. So sei es etwa eine „sehr verkürzte Darstellung, dass Behandlungen in Privatspitälern alle Luxusbehandlungen wären“.Auch dass Babler von „Schönheitsoperationen“ sprach, irritiert Shetty: Wenn etwa nach einer Chemotherapie ein Brustaufbau stattfindet, sei das „keine Schönheitsoperation“.FPÖ gegen, Grüne für PRIKRAF-AusDeutliche Kritik an Babler übte der freiheitliche Gesundheitssprecher Gerhard Kaniak. Babler verkenne in seiner Kritik die eigentliche Funktion der Fonds. „Es geht hier nicht um Luxusbehandlungen, sondern um medizinisch notwendige Leistungen für Sozialversicherte, die in Privatspitälern erbracht werden und so das öffentliche System spürbar entlasten.“Der Gesundheitssprecher der Grünen, Ralph Schallmeiner, zeigte sich hingegen offen: „Über eine Abschaffung des PRIKRAF können und sollen wir reden.“ Das müsse aber auf Basis von Fakten und mit einem Plan für die Versorgung und nicht „mit populistischem Geplärre über angeblich finanzierte Schönheitsoperationen für Superreiche“ geschehen.