FOTOKERSCHI / WERNER KERSCHBAUMMAYRLinz am 25.08.2026 – Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) hat am Dienstag seine Gesprächs-Tour „Österreich im Gespräch“ in Linz beendet und sich dabei kritischen Fragen von rund 200 ausgewählten Gästen gestellt. Die Abschlussveranstaltung fand an der Johannes Kepler Universität (JKU) statt und bildete den letzten von insgesamt neun Stopps der Tour, die am 16. Juli in Tulln (Niederösterreich) begonnen hatte. Ziel der Reise war laut Stocker, direkt mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen und deren Anliegen aufzunehmen. Die gesammelten Anliegen werden laut dem Bundeskanzler vom Bürgerservice dokumentiert, bearbeitet und die Ergebnisse zu gegebener Zeit rückgemeldet.In Linz standen vor allem Gesundheit, Bildung und das Pensionssystem im Fokus der Diskussionen. Besondere Aufmerksamkeit erhielt das neue Klimagesetz, speziell im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit der oberösterreichischen Industrie. Stocker betonte, dass die sogenannte Standortklausel im Gesetz sicherstelle, dass die Wirtschaft nicht beeinträchtigt werde. Gleichzeitig müsse man sich an den Klimawandel anpassen und den CO2-Ausstoß reduzieren.Weitere Themen waren der Fachkräftemangel in der Pflege sowie die Unterstützung unterschiedlicher Berufsgruppen. Kritisch hinterfragt wurden zudem die Gehälter von Politikerinnen und Politikern sowie Kosten für private Chauffeurfahrten.Die Auswahl der rund 200 Teilnehmenden erfolgte nach wissenschaftlichen Kriterien, um einen breiten gesellschaftlichen Querschnitt zu gewährleisten. Alter, Geschlecht, Bildung und gesellschaftliche Verortung wurden bei der Einladung berücksichtigt.Im Verlauf der Tour wurden je nach Bundesland unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. In Oberösterreich etwa rückte neben dem Klimagesetz auch die jüngste Dürreperiode in den Vordergrund. Im Burgenland standen Gaspreise und Unternehmensförderungen zur Debatte, während in Salzburg eine Aussage des Kanzlers zur Kinderbetreuung für Diskussionen sorgte, für die sich Stocker im Nachgang entschuldigte.Mit dem Abschluss der Tour in Linz zieht der Bundeskanzler eine positive Bilanz: Der direkte Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern sei für die Regierungspolitik wertvoll und werde in die weitere Arbeit einfließen.