27.08.2026 20.16Online seit heute, 20.16 UhrVier Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben erneut die Verwendung der in der EU eingefrorenen russischen Vermögenswerte für die Unterstützung der Ukraine ins Spiel gebracht.Fachleute der EU-Kommission sollten in Absprache mit den Mitgliedsstaaten „neue Möglichkeiten prüfen, wie die eingefrorenen Vermögenswerte zum Nutzen der Ukraine eingesetzt werden können“, forderten die Außenminister Spaniens, der Niederlande, Polens und Schwedens heute in einem Brief an die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas.Dabei müsse dafür gesorgt werden, dass das Risiko einer solchen Maßnahme auf alle EU-Mitgliedsstaaten verteilt werde und „kein Mitgliedsstaat eine unverhältnismäßige Last trägt“.Die EU-Kommission hatte im vergangenen Jahr vorgeschlagen, eingefrorene russische Zentralbankgelder für ein Reparationsdarlehen an die Ukraine zu verwenden. Das scheiterte aber nach langen Diskussionen unter anderem an den Bedenken Belgiens. Bei dem in Belgien ansässigen Unternehmen Euroclear ist der größte Teil der russischen Gelder verwahrt. Die belgische Regierung forderte daher Garantien der anderen EU-Länder, was einige ablehnten.Die Mitgliedsstaaten einigten sich stattdessen auf ein 90-Milliarden-Euro-Darlehen für die Ukraine, das durch den EU-Haushalt gegenfinanziert wird. Nach Einschätzung der vier Unterzeichnerländer wird dieses Geld aber „nicht genug“ sein. „Die Ukraine braucht sowohl kurz- als auch langfristig mehr finanzielle Unterstützung“, heißt es in dem Schreiben.