Deutsche Wirtschaft wächst stärker als erwartet

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25.08.2026 10.23Online seit heute, 10.23 UhrDie deutsche Wirtschaft sendet mit einem erneuten Miniwachstum im Frühjahr ein Lebenszeichen inmitten aller Krisen. Von April bis Juni legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit 0,3 Prozent zum Vorquartal um 0,1 Punkte stärker zu als zunächst berechnet, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Europas größte Volkswirtschaft ist somit drei Quartale in Folge gewachsen.„Wie schon im ersten Quartal ging der Anstieg vor allem auf die gute Exportentwicklung zurück“, erklärte die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Ruth Brand.Insgesamt wurden 2,0 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als im ersten Quartal 2026. Dagegen legten sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben mit jeweils 0,1 Prozent nur leicht zu. Die Investitionen etwa in Maschinen und Fahrzeuge sanken.Allerdings bringt der Dürresommer neue Probleme für Unternehmen und Verbraucher. Und die finanziellen Herausforderungen für den Staat bleiben gewaltig: In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres gab der Staat 71,3 Milliarden Euro mehr aus, als er einnahm. Das staatliche Defizit war damit um 36,6 Milliarden Euro höher als im Vorjahreszeitraum.Bezogen auf die Wirtschaftsleistung lag das Defizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung im ersten Halbjahr 2026 bei 3,1 Prozent, wie das Bundesamt auf Basis vorläufiger Daten errechnete. Das ist etwas mehr als die 3,0 Prozent, die europäische Vorgaben zum Haushaltsdefizit erlauben.