28.08.2026 06.31Online seit heute, 6.31 UhrTrotz wachsender Kritik schreitet die US-Einwanderungsbehörde ICE mit der Beschaffung von Elektroschock-Handschuhen voran. Die Behörde vergab den Auftrag im Umfang von rund 16,7 Millionen US-Dollar (14,3 Millionen Euro) an eine Firma aus dem Bundesstaat Kentucky, wie nun aus veröffentlichten Unterlagen hervorgeht.Insgesamt sollen 6.000 der laut Behörde „deeskalierenden Geräte“ angeschafft werden, die Kritiker und Kritikerinnen für ein gefährliches Einsatzinstrument halten.ICE rechtfertigt die Anschaffung damit, dass dank der neuen Ausrüstung seltener als bisher stärkere oder sogar tödliche Einsatzmittel genutzt werden müssten. Die Handschuhe mit dem Akronym G.L.O.V.E. („Generated Low Output Voltage Emitter“) werden über einen Tastendruck aktiviert und können bei direktem Hautkontakt Elektroschocks abgeben.Kritik daran gibt es unter anderem, weil sie nach Herstellerangaben Effekte verstärken könne, „die zum plötzlichen Tod führen können“.In einem Brief an den amtierenden ICE-Chef David Venturella warnten mehrere demokratische Politiker, die unverhältnismäßige Gewalt bei Einsätzen von ICE-Beamten in Los Angeles, Minneapolis, Houston und anderen Orten nähre erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Behörde, verantwortungsvoll mit einem Instrument umzugehen, das Amerikanern Schaden zufügen könnte.