Behindertenanwaltschaft: Rekord bei Beratungen

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27.08.2026 11.16Online seit heute, 11.16 UhrDas Büro von Behindertenanwältin Christine Steger hat im Jahr 2025 eine Rekordzahl an Beratungen durchgeführt. Insgesamt wurden 1.946 Anfragen beantwortet, davon wurde in 1.201 Fällen (2024: 965) rechtlich vertieft beraten, ein Plus von 25 Prozent.Gleichzeitig wurde mit 119 begleiteten Schlichtungsverfahren (2024: 53) ein Höchststand erreicht (plus 120 Prozent), wie aus dem heute veröffentlichten Tätigkeitsbericht 2025 hervorgeht.Die steigenden Zahlen seien „Ausdruck eines wachsenden Bewusstseins für den bestehenden Diskriminierungsschutz“ und zeigten, „dass Menschen mit Behinderungen ihre Rechte zunehmend aktiv wahrnehmen“, hieß es in einer Aussendung.„Gleichzeitig verdeutlichen sie aber auch, dass Diskriminierungen und strukturelle Benachteiligungen weiterhin zum Alltag vieler Menschen gehören.“ Noch deutlicher ist der Anstieg im Vergleich zum Jahr 2023: Bei den Rechtsberatungen gab es im Zweijahresabstand einen Anstieg um 53 Prozent, bei den Schlichtungen um 325 Prozent, wie es auf Nachfrage aus Stegers Büro hieß.Die Anliegen reichen laut dem Bericht von fehlender Barrierefreiheit über Benachteiligungen im Arbeitsleben bis zu Problemen beim Zugang zu Bildung, Mobilität und Dienstleistungen.Besonders deutlich zeige sich, dass viele Diskriminierungen nicht auf fehlenden guten Willen einzelner Personen zurückzuführen sind, sondern auf strukturelle Defizite, unklare Zuständigkeiten und mangelnde Umsetzung bestehender gesetzlicher Verpflichtungen.Ein wesentlicher Schwerpunkt des Jahres 2025 sei auch der weitere Ausbau des Büros gewesen. Mit der Eröffnung und Ausstattung von Regionalbüros in Graz, Salzburg und Wien wurde die Beratung „näher zu den Menschen gebracht“. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.