20.10.2026 16.48Online seit heute, 16.48 UhrDie Wirtschaftskammer (WKO) warnt vor heftigen Verteuerungen beim Tanken und vor volkswirtschaftlichen Einbußen durch das geplante Erneuerbare-Energien-Gesetz – Verkehr (EEG-V) und verwies heute auf eine Erhebung des Forschungsinstituts Economica.Demzufolge würde das Gesetz durch Übererfüllung von EU-Vorgaben („Goldplating“) den Liter Diesel bis 2035 um bis zu 95 Cent verteuern. Klimaschützer warfen der Wirtschaftskammer fossilen Lobbyismus vor.Grund für die Warnung ist der vorliegende Gesetzesentwurf zum EEG-V, der die Erneuerbaren-Richtlinie RED III der EU im Verkehrssektor national umsetzen soll. Während die Richtlinie RED III auf EU-Ebene einen Erneuerbaren-Anteil am Energiemix im Verkehr von mindestens 29 Prozent bis 2030 vorschreibt, sieht der österreichische Entwurf im Begutachtungsstadium 65 Prozent bis 2035 vor.WKO-Generalsekretär Jochen Danninger sagte: „Ein österreichischer Sonderweg, der das Klimaziel bereits in 14 statt in 24 Jahren zu erreichen versucht, bedeutet einfach eine Verdichtung der Transformationskosten und damit deutlich höhere Energiepreise als in unseren EU-Nachbarstaaten.“ Wenn Österreich als Musterschüler vorpresche, stünden die nicht verbrauchten Emissionen eben anderen EU-Mitgliedsländern zur Verfügung.Die Umweltschutzorganisation WWF warnte davor, den Forderungen der Wirtschaftskammer nachzugeben. Das würde die teure Abhängigkeit von Erdöl verlängern. Eine seriöse Kostenbewertung müsse auch eingesparte Ausgaben für fossile Energieimporte und vermiedene Klimaschäden berücksichtigen, so WWF-Klimasprecherin Viktoria Auer.Auch der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) erinnerte daran, dass gerade die aktuelle Treibstoffkrise deutlich mache, wie teuer die Wirtschaft die Erdölabhängigkeit des Verkehrs komme.Die FPÖ nutzte die Wirtschaftskammer-Erhebung für einen Frontalangriff auf die Bundesregierung. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz sprach vom „nächsten Anschlag auf die Geldbörsen der Österreicher“. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.