20.10.2026 10.50Online seit heute, 10.50 UhrDie zur Klärung rechtlicher Fragen in Bezug auf in Kanada befindliche Habsburg-Juwelen eingesetzte Kommission unter Vorsitz des Präsidenten der Finanzprokuratur, Wolfgang Peschorn, benötigt noch mehr Zeit. Deswegen werde sie ihren Bericht samt Empfehlung nicht wie geplant in diesem Herbst, sondern erst 2027 vorlegen, wie es heute hieß.Derzeit werden die sonst in einem Safe aufbewahrten Schmuckstücke im Musee national des beaux-arts du Quebec ausgestellt. Die Juwelen hatten sich ursprünglich in der Schatzkammer in der Hofburg befunden und waren 1918 auf Anordnung von Kaiser Karl entnommen und ins Ausland verbracht worden.Erst durch Interviews mit Karl Habsburg-Lothringen wurde im November 2025 ihr genauer Verbleib der Öffentlichkeit bekannt. Das nach dem Florentiner Diamant „Florentiner-Kommission“ genannte Gremium soll klären, ob die Republik Österreich Anspruch auf die Objekte hat, die nach Ansicht von Habsburg-Lothringen privater Familienbesitz der Habsburger sind, und ob dieser Anspruch der Republik eine Chance auf Durchsetzbarkeit hat.„Ich bin überzeugt, dass die nunmehr in dieser Kommission versammelte einschlägige Expertise diese Klärung bringen wird“, sagte Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) im Dezember 2025 bei ihrer Einsetzung.Die Kommission habe ihm nun einen Zwischenbericht vorgelegt, so Babler nun: „Mir ist es wichtig, meine Entscheidung auf einer sorgfältig erarbeiteten und wissenschaftlich fundierten Grundlage treffen zu können. Deswegen soll die Kommission ihre Arbeit fortsetzen, um die historischen Zusammenhänge umfassend zu erforschen und die damit verbundenen Fragen aus geschichtswissenschaftlicher bzw. rechtshistorischer sowie aus juristischer Perspektive zu untersuchen.“Peschorn erklärte die Verzögerung in einer Aussendung mit „Umfang und Vielfalt des Materials“: Es handle sich um „Verwaltungs- und Gerichtsakten, Korrespondenzen, juristische Stellungnahmen sowie die für die Provenienzforschung besonders relevanten Inventare und Verzeichnisse.“ Die Auswertung „nach wissenschaftlichen Standards ist entsprechend aufwendig“. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.