Viele Kontrollen bei Beginn von Protesten in Frankreich

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24.10.2026 14.25Online seit heute, 14.25 UhrZu Beginn des heutigen Protesttages in Frankreich hat die Polizei zahlreiche Menschen kontrolliert. Die Polizeipräfektur von Paris teilte mit, bei 635 Kontrollen viele verbotene Gegenstände beschlagnahmt und mehrere Verdächtige festgenommen zu haben.Sie führe „massive Kontrollen“ durch, insbesondere in Bahnhöfen und öffentlichen Verkehrsmitteln, „um jene abzuschrecken, die mit schlechten Absichten in die Hauptstadt kommen wollen“. In Paris sei die Lage nach den ersten Angaben zur Mittagszeit aber „ruhig“.Wegen befürchteter Ausschreitungen und Plünderungen, wie sie am vergangenen Wochenende stattgefunden hatten, gab es in mehreren Städten Versammlungsverbote für bestimmte Zonen sowie Ausgangssperren. In Nizza, wo laut Präfektur alle Versammlungen verboten sind, wurden Polizeikräfte, Gendarmen und Spezialeinheiten im Stadtzentrum eingesetzt.70.000 Beamte im EinsatzInnenminister Laurent Nunez besuchte am Morgen Sicherheitskräfte in Paris und teilte auf der Plattform X mit, dass ein großes Aufgebot an Einsatzkräften mobilisiert sei. „Wir sind bereit“, schrieb er. Zuvor hatte er den Einsatz von 70.000 Beamten angekündigt.Für Empörung seitens Gewerkschaften sorgte, dass der von ihnen angemeldete Demonstrationszug in Paris von der Präfektur an den Rand der Stadt verlegt wurde. Das Verwaltungsgericht bestätigte die Route in einer Eilentscheidung.Ein besonderes Augenmerk in der angespannten Lage im Land lag auf der Stadt Orleans, wo am Wochenende der Parteitag des rechtsnationalen Rassemblement National (RN) stattfindet. Laut Präfektur fanden sich dort zur Mittagszeit 11.000 Menschen ein, um dagegen zu protestieren. 3.000 Sicherheits- und Rettungskräfte seien demnach am Wochenende mobilisiert.Rathausbrand: Zwei Verdächtige in U-HaftNach dem Rathausbrand im zentralfranzösischen Limoges am vergangenen Wochenende wurden indes gegen die beiden Verdächtigen offizielle Ermittlungsverfahren wegen versuchten Totschlags und Sachbeschädigung eingeleitet. Die 34 und 66 Jahre alten Männer seien in Untersuchungshaft genommen worden, teilte Staatsanwältin Emilie Abrantes mit.Am Samstag vergangener Woche hatten Randalierer am Rande von Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten in Limoges das Rathaus in Brand gesetzt. Der historische Gebäudeteil aus dem 19. Jahrhundert brannte ab, der Glockenturm stürzte brennend ein. Landesweit und international wurde das brennende Rathaus zu einem Sinnbild der Gewalttaten.