21.10.2026 10.26Online seit heute, 10.26 UhrUS-Außenminister Marco Rubio hat erklärt, dass Entscheidungen über den Zugang der Ukraine zum Satellitennetzwerk Starlink beim Betreiber SpaceX und dessen Chef Elon Musk liegen. Die US-Regierung habe darauf keinen Einfluss, sagte Rubio gestern auf einer Indienreise. Seine Äußerungen deuten darauf hin, dass Musk den Dienst für Kiew eigenmächtig eingeschränkt haben könnte. Sie kommen zudem einer Kehrtwende in der Argumentation der US-Regierung gleich.Die Zeitung „Wall Street Journal“ hatte am Dienstag berichtet, Musk habe eine Drosselung einer militärischen Starlink-Version angeordnet, auf die die Ukraine zur Abwehr russischer Raketenangriffe angewiesen ist. Dem Bericht zufolge soll sich Musk zuvor mit US-Präsident Donald Trump und Vertretern des Weißen Hauses abgesprochen haben.„Ich weiß nicht, ob wir im Vorfeld von dieser Entscheidung wussten. Aber das ist unerheblich“, sagte Rubio vor Journalisten. „Letztlich wird dies durch einen privaten kommerziellen Vertrag geregelt – darüber, wie deren Ausrüstung genutzt werden darf und welche Geschwindigkeiten erlaubt sind.“ SpaceX und Musk reagierten zunächst nicht auf Anfragen der Nachrichtenagentur Reuters.Die Hintergründe der Drosselung sind umstritten. Reuters hatte unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter und einen westlichen Insider berichtet, die Entscheidung sei letztlich vom Weißen Haus ausgegangen. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vertrat diese Ansicht, was die US-Regierung jedoch zurückwies.Trump selbst hatte erklärt, weder er noch Musk stünden hinter der Drosselung. Rubio hatte am Samstag gesagt, niemand habe eine Verlangsamung angeordnet. Auch US-Verteidigungsminister Pete Hegseth stellte den Vorfall am Dienstag als rein kommerzielle Angelegenheit dar.