Der Kreml zeigt keine echte Verhandlungsbereitschaft | The Spectator - Großbritannien

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22. Oktober 2026Russlands Präsident Wladimir Putin hat Trumps Ukraine-Chefunterhändler Steve Witkoff in St. Petersburg empfangen. Dabei wurde nach Moskauer Angaben eine Wiederaufnahme der trilateralen Gespräche Russlands, der Ukraine und der USA vereinbart. Witkoff hatte sich zuvor in Oslo mit Vertretern Europas und Wolodymyr Selenskyj getroffen. Die Medien erörtern angesichts von Trumps harter Linie gegenüber der Ukraine die Chancen auf eine Friedenslösung.Alle Zitate öffnen/schließen The Spectator (GB) / 21. Oktober 2026The SpectatorLand des MediumsGroßbritannienSprache des MediumsEnglischArt des MediumsWochenzeitungErscheinungsweisewöchentlich am DonnerstagVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungkonservativAuflage102.200 (2021)Visits5.000.000 – 10.000.000Herausgeber/VerlagPress HoldingsOnline-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigDer Kreml zeigt keine echte VerhandlungsbereitschaftAuch künftige Treffen dürften keine handfesten Ergebnisse bringen, glaubt The Spectator:„Bislang deutet nichts darauf hin, dass der russische Präsident wirklich bereit ist, ein Abkommen zu schließen oder bei seinen Kriegszielen Zugeständnisse zu machen. ... Angesichts der Aussicht auf ein katastrophales Ergebnis der Republikaner bei den Zwischenwahlen in zwei Wochen ist Trump verzweifelt auf einen Erfolg in der Russland-Frage aus. Putin spürt das und nutzt es, um Zeit zu gewinnen im Vorfeld eines Winters, von dem er hofft, dass er ihm erhebliche Fortschritte bei der Unterwerfung der Ukraine bringt. Nicht zum ersten Mal ist es Selenskyj, der sich verbiegen und Entgegenkommen zeigen muss – in der Hoffnung, sein Land so vor einem faulen Deal zwischen einem Feind und einem vermeintlichen Verbündeten zu bewahren.“Lisa Haseldine  Zum Originalartikel Frankfurter Allgemeine Zeitung (DE) / 22. Oktober 2026Frankfurter Allgemeine ZeitungLand des MediumsDeutschlandSprache des MediumsDeutschArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweisemehrmals wöchentlichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungkonservativAuflage190.364 (2022)Visits50.000.000 – 100.000.000Herausgeber/VerlagFrankfurter AllgemeineZeitung GmbHOnline-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigZur Eskalation ermutigtDie Frankfurter Allgemeine Zeitung weist daraufhin, dass der US-amerikanische Kurs der letzten Wochen reale Folgen hat:„Putin und seine Umgebung sind überzeugt, dass sie im Krieg gegen die Ukraine und in ihrem Kampf gegen den gesamten Westen erstens den längeren Atem haben und zweitens in der Lage sind, Amerikaner und Europäer gegeneinander auszuspielen. Alles, was die amerikanische Führung in den vergangenen Wochen getan hat, bestätigt sie in diesem Glauben. Eine Waffenruhe oder gar ein Frieden in der Ukraine sind damit in noch größere Ferne gerückt. Der Kreml dürfte sich vielmehr zu einer weiteren Eskalation ermutigt sehen. Die 'Wiederherstellung der Gerechtigkeit für die Russen' finde 'vor allem auf dem Schlachtfeld' statt, hat Putins Außenminister gesagt.“Reinhard Veser  zur Homepage Corriere della Sera (IT) / 22. Oktober 2026Corriere della SeraLand des MediumsItalienSprache des MediumsItalienischArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweisetäglichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische Ausrichtungliberal-konservativAuflage208.000(2023)Herausgeber/VerlagRcs Mediagroup S.p.AOnline-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigMoskau lässt sich ZeitAnders als Trump will Putin nichts überstürzen, konstatiert Corriere della Sera:„Seit mittlerweile fünf Jahren scheint Wladimir Putin das alte russische Sprichwort 'Wer langsam fährt, kommt weiter' auf einen Krieg anzuwenden, der nach seinen Vorstellungen höchstens zwei Wochen dauern sollte. … So wartet Putin die weitere Entwicklung der Dinge sowie die Wahlen in den USA und in Europa ab – und nimmt mit, was er bekommen kann, ohne selbst Zugeständnisse zu machen. Er hat die Chance, in Washington zu erreichen, was ihm an der Front verwehrt bleibt; doch er weiß auch, dass sich dieses Zeitfenster mit einem nächtlichen Social-Media-Post wieder schließen könnte. ... Nun muss der russische Präsident noch herausfinden, ob der Weg, der Trump zur Verfügung steht, auch lang genug sein wird. “  Zum Originalartikel Dagens Nyheter (SE) / 22. Oktober 2026Dagens NyheterLand des MediumsSchwedenSprache des MediumsSchwedischArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweisetäglichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungliberalVisits1.000.000 - 5.000.000Herausgeber/VerlagBonnier MediaOnline-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigTrump wollte schon immer einen Sieg RusslandsDie als neu interpretierte Linie des US-Präsidenten im Ukraine-Krieg ist gar nicht so neu, meint Dagens Nyheter:„Manche interpretieren dies als einen Seitenwechsel der USA gegenüber der Ukraine, und es ist verständlich, dass sich Selenskyj verraten fühlt. Doch diese Entwicklung ist nicht neu. Der Unterschied besteht darin, dass Trump nicht länger verbirgt, was er schon immer wollte: dass Russland und sein Freund Wladimir Putin den Krieg gewinnen. ... Trumps Eifer, Putin jetzt zu helfen, wird im Kreml besonders begrüßt. Russland steht schlecht da, sowohl an der Front als auch im Inland, wo all seine Öldepots brennen. Da ist es gut, einen Verbündeten im Weißen Haus zu haben.“Isobel Hadley-Kamptz  Zum Originalartikel Ilta-Sanomat (FI) / 21. Oktober 2026Ilta-SanomatLand des MediumsFinnlandSprache des MediumsFinnischArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweisemehrmals wöchentlichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungliberalAuflage110.200 (2014)Visits1.000.000 - 5.000.000Herausgeber/VerlagSanoma Media Finland OyOnline-BezahlmodellAlle Inhalte kostenfreiWas geht in diesem Kopf vor?Die Ukraine-Politik des US-Präsidenten wird noch viele Experten beschäftigen, glaubt Ilta-Sanomat:„Hinter Trumps wirren Äußerungen zur Ukraine und zu Russland lässt sich durchaus eine Absicht erkennen. Er möchte sich den Ruhm für den Frieden anrechnen lassen. Aber glaubt noch jemand, dass er so etwas zustande bringen könnte? Kann nach all dem noch jemand Trumps Wort vertrauen, wenn es beispielsweise um Sicherheitsgarantien für die Ukraine geht, die eine zentrale Garantie für den Frieden darstellen? ... Wenn der Krieg in der Ukraine irgendwann endet und Trump nicht mehr Präsident ist, wird noch viel über die aktuellen Ereignisse geschrieben werden. Die vielleicht wichtigste Frage wird dann lauten: Was um alles in der Welt ging in Trumps Kopf vor? Das wird keine schöne Lektüre werden.“Jari Alenius  Zum Originalartikel