22.10.2026 13.42Online seit heute, 13.42 UhrDie Regierungsparteien ÖVP, SPÖ und NEOS haben sich heute auf eine Strukturreform der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) geeinigt. Mit einer Novelle des Bundesbahngesetzes (BBG) soll die operative Führung im Konzern gebündelt und Tochtergesellschaften in Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) umgewandelt werden.Durch den Abbau von Doppelgleisigkeiten erwarten die ÖBB Einsparungen von rund 80 Millionen Euro jährlich. Darüber hinaus vereinbarte die Koalition eine „Preisbremse“ für das Klimaticket Österreich.Der Gesetzesentwurf zur Änderung des BBG soll bald in Begutachtung gehen und das geänderte Gesetz am 1. Jänner 2027 in Kraft treten. Im Kern geht es darum, dass die bisherigen Aktiengesellschaften ÖBB-Personenverkehr AG und Rail Cargo Austria AG in GmbHs umgewandelt werden.250 Mio. Euro Einsparungen als ZielDamit erhält die ÖBB-Holding AG direkte Weisungsrechte gegenüber den operativen Konzerntöchtern. Die ÖBB-Infrastruktur AG bleibt hingegen aus europarechtlichen Gründen eine Aktiengesellschaft.Außerdem werden die ÖBB-Produktion GmbH und die ÖBB-Technische Services GmbH als direkte Tochtergesellschaften der Holding unterstellt. Durch die Vereinfachung der Strukturen sollen die ÖBB bis zum Ende der Legislaturperiode 2029 insgesamt rund 250 Mio. Euro einsparen.„Preisbremse“ bei KlimaticketBegleitend zur Bahnreform einigte sich die Koalition auf eine Dämpfung der Ticketpreise. Konkret wird beim Klimaticket Österreich eine „Bremse“ eingezogen, damit der Preis weniger stark steigt als die Inflationsrate.Eine ursprünglich vorgesehene Wertsicherung um 3,6 Prozent fällt damit aus, was Kundinnen und Kunden eine Ersparnis von rund 22 Euro pro Ticket bringen soll.