22.10.2026 13.44Online seit heute, 13.44 UhrDie von ORF-Chefin Ingrid Thurnher bereits avisierten harten Einschnitte aufgrund des hohen, recht kurzfristigen Sparbedarfs nehmen Gestalt an. Sie teilte heute in einer Mitarbeiterinformation mit, dass in der Marketingtochter OMC etwa der ORF-Shop und die Abteilung „ORF-Stars“ eingestellt würden. Auch werde es künftig weniger Führungskräfte geben und somit auch „viel weniger Hauptabteilungen“.Diverse MaßnahmenGenerell werde es auch in allen anderen Bereichen zu „strengen Einsparungsvorgaben“ kommen. „Die Zahlungen an die Pensionskassen werden ausgesetzt, bei Mehrdienstleistungen und Pauschalen müssen ganz harte Grenzen gesetzt werden, alle Zusatzzahlungen werden strikt evaluiert“, so Thurnher.Man werde auch über Nulllohnrunden nachdenken müssen. Nicht jeder, der gegenwärtig im ORF beschäftigt sei, werde seinen Arbeitsplatz behalten können, so die ORF-Generaldirektorin.93 Mio. Euro weniger pro JahrHintergrund ist, dass der ORF künftig 93 Mio. Euro pro Jahr weniger zur Verfügung hat, da die Bundesregierung die Kompensation für den Entfall des Vorsteuerabzugs mit dem Umstieg auf den ORF-Beitrag überraschend gestrichen hat.„Ich habe von Anfang an gesagt: Diese Kürzungen werden den ORF in seinen Grundfesten erschüttern, und ja: Das Publikum wird es spüren“, betonte Thurnher erneut.Das Budget für 2027 und eine Finanzvorschau für die folgenden Jahre werden am 26. November in einer Sitzung des ORF-Stiftungsrats beschlossen.