Bonität der Gemeinden verschlechterte sich

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22.10.2026 22.45Online seit heute, 22.45 UhrDie Bonität der österreichischen Gemeinden hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Das zeigt das heute präsentierte Bonitätsranking des KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung. Gab es 2019 noch 456 Gemeinden mit einer nach dem Schulnotensystem bewerteten Bonität von eins bzw. zwei, waren es 2024 nur mehr 130. Die Zahl der Gemeinden mit einem Vierer bzw. Fünfer stieg dagegen von 290 auf 692.Für das Ranking wurden als Berechnungsgrundlage die Gemeindefinanzdaten der Statistik Austria mit einem Analysetool des KDZ kombiniert. Die Ergebnisse wurden dann in einem Schulnotensystem dargestellt, wobei für die Bewertung jeder der knapp 2.100 Gemeinden ein Durchschnitt über drei Jahre herangezogen wurde.Die besten 250 Gemeinden wurden extra im Ranking ausgewiesen. An der Spitze steht dabei heuer Tweng (Salzburg) vor Parbasdorf (NÖ) und Niederndorf (Tirol). Die beste Bonitätslage gibt es generell in Salzburg: Rund ein Drittel der Gemeinden dort sind im ersten Zehntel der Gemeinden – das liegt laut KDZ an hohen Ertragsanteilen und gemeindeeigenen Steuern, der Bevölkerungszuwachs dort habe außerdem zu steigenden Einnahmen geführt.Umgekehrt sind in Vorarlberg und der Steiermark jeweils ein Drittel der Gemeinden unter den finanzschwächsten 20 Prozent. Bedingt ist das durch höhere Sachausgaben und einen hohen Schuldenstand, in Vorarlberg kommt noch das hohe Preisniveau dazu, das sich wiederum auch bei den Ausgaben für Investitionen niederschlägt.