20.10.2026 12.48Online seit heute, 12.48 UhrDas Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) hat sich heute für Investitionen von 250 Millionen Euro jährlich für die zivile Krisenvorsorge ausgesprochen. Das sei keine Forderung für das ÖRK allein, sondern für alle Einrichtungen der kritischen Infrastruktur insgesamt, sagte Generalsekretär Michael Opriesnig.Es seien „nicht nur Ausgaben für das Militär und Vorbereitung für das Militär wichtig“, so Opriesnig. Auch Privatpersonen sollten zudem ein Notpaket für den Krisenfall parat haben.Auf der Internetseite des Roten Kreuzes gibt es Checklisten für jeden Haushalt, riet ÖRK-Präsident Gerald Schöpfer zur Vorbereitung auf Katastrophen wie Extremwetterereignisse oder einen Blackout.Auch die Team-Österreich-App und die neue ZIVA-App seien praktische Hilfen für den Ernstfall. Das Rote Kreuz ist dabei laut Schöpfer in der Gesellschaft gut verankert.Weltweit gibt es derzeit mehr als 130 bewaffnete Konflikte. Opriesnig betonte die gemeinsame Verantwortung aller Staaten, „das humanitäre Völkerrecht zu verteidigen“, und übte Kritik am Töten von Zivilistinnen und Zivilisten sowie von Hilfskräften.Das Rote Kreuz ist auf Katastrophen im In- und Ausland unter anderem mit dem Katastrophenhilfezentrum Inzersdorf in Wien-Liesing vorbereitet, wo die Jahrespressekonferenz des ÖRK stattfand.Auf 7.500 Quadratmetern und rund 3.000 Paletten werden beispielsweise Zelte, Trinkwasseraufbereitungsanlagen, Feldbetten und Feldküchen gelagert, aber auch Einweghandschuhe, Uniformen und weitere Produkte für die Aufrechterhaltung des Dienstes in den 400 Rot-Kreuz-Dienststellen in Österreich.