Spotify nimmt das Teilen von Familienabos über mehrere Haushalte hinweg erneut ins Visier. Der schwedische Streamingdienst testet derzeit eine Verifizierung per dynamischem QR-Code, mit der Mitglieder eines Premium-Familienabos nachweisen sollen, dass sie tatsächlich mit dem Hauptverwalter des Kontos zusammenleben. Wir haben die Details.Ohne Prüfung droht Verlust des ZugangsWie aus den Support-Seiten von Spotify hervorgeht, werden ausgewählte Mitglieder dazu aufgefordert, ihre Haushaltszugehörigkeit zu bestätigen. Der Hauptverwalter öffnet dafür in der mobilen App einen QR-Code, den das betroffene Mitglied anschließend mit der Kamera des eigenen Smartphones scannt. Da sich der Code alle paar Sekunden ändert, lässt er sich nicht einfach per Screenshot weiterschicken. Beide müssen sich also am selben Ort aufhalten. Die Prüfung funktioniert nur in der mobilen App, über den Webplayer ist sie nicht möglich. Wer die Prüfung nicht besteht, verliert Premium und kann für ein Jahr keinem anderen Familien- oder Duo-Tarif beitreten. Die bisherige Adressprüfung bleibt parallel bestehen. Sie kommt etwa dann zum Einsatz, wenn der Hauptverwalter seine Anschrift ändert oder sich die hinterlegte Adresse nicht mehr bestätigen lässt. In diesem Fall geben Mitglieder ihre vollständige Anschrift an.Sieben Tage Zeit, zwölf Monate SperreNach Erhalt der Aufforderung haben Betroffene sieben Tage Zeit, den Scan abzuschließen. Verstreicht die Frist oder schlägt die Prüfung fehl, stuft Spotify das Konto automatisch auf die kostenlose, werbefinanzierte Version herunter. Hinzu kommt eine zwölfmonatige Sperre für den Beitritt zu einem anderen Familien- oder Duo-Abo, gerechnet ab dem Tag der gescheiterten Verifizierung. Das gilt gleichermaßen für die QR-Methode und die klassische Adressprüfung. Ein eigenes Premium-Abo können Betroffene dagegen jederzeit abschließen.Nicht der erste VersuchSpotify beschäftigt sich schon länger mit dem Thema. Bereits im September 2018 forderte der Dienst einen Teil der Nutzer in den USA und in Deutschland auf, ihren Wohnort per GPS zu bestätigen. Nach deutlicher Kritik an der Erhebung von Standortdaten wurde der Test nach nur wenigen Tagen wieder eingestellt. Die neue QR-Lösung kommt ohne Standortdaten aus und dürfte daher auf weniger Widerstand stoßen. In welchen Ländern Spotify das Verfahren aktuell testet, ist bislang nicht bekannt. Der Beitrag Spotify testet neue Methode gegen illegales Account-Sharing erschien zuerst auf Apfelpage.