EU-Staaten für neue Unternehmensform „EU Inc.“

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23.10.2026 16.56Online seit heute, 16.56 UhrDie EU-Staaten haben sich auf ihre Vorstellungen für eine neue EU-weite Unternehmensform geeinigt. Wer sich für die „EU Inc.“ entscheidet, soll das Unternehmen demnach innerhalb von zwei Tagen online registrieren können, für eine Gebühr von maximal 100 Euro, und dann im ganzen Binnenmarkt tätig sein können.Österreich will aber noch „wesentliche Verbesserungen“ bei weiteren Verhandlungen. „Europa braucht eine überzeugende Antwort auf die amerikanische Delaware Inc. Wer hier ein Unternehmen aufbaut, soll damit einfach im gesamten Binnenmarkt wachsen können“, so die zuständigen Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) heute in einer Aussendung.Diesem Anspruch werde der „vorliegende Entwurf noch nicht ausreichend gerecht“. Für Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) muss die Unternehmensgründung und Firmenanteilsübertragung stärker vereinfacht und digitalisiert werden, damit europäische KI-Unternehmen nicht in die USA abwandern.Besonders umstritten ist, welche Rechte Mitarbeiter künftig auf Beteiligung etwa in Betriebsräten haben, wenn das Unternehmen in mehreren EU-Staaten aktiv ist. Europäische Gewerkschaften haben davor gewarnt, dass Unternehmen sich bewusst entscheiden könnten, sich dort zu registrieren, wo Arbeitsschutzstandards niedrig sind.Hintergrund der Pläne ist der Wunsch, Europas Wirtschaft und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Als ein Problem gilt, dass Unternehmen auf dem europäischen Binnenmarkt mit 27 nationalen Rechtsformen und Regeln zu tun haben. Das sorgt für zusätzliche Kosten.