KI-Versprechen, Amateur-Ergebnisse: Etsy zieht die Zügel an

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Der Online-Marktplatz Etsy verschärft seine Regeln für den Einsatz künstlicher Intelligenz. Hintergrund sind zunehmende Beschwerden über Produktdarstellungen, die mit den tatsächlich gelieferten Artikeln wenig gemeinsam haben. In einer Videobotschaft an die Händler räumt Etsy ein, dass KI-generierte Inhalte inzwischen das Vertrauen der Käufer beeinträchtigen. Viele könnten nicht mehr unterscheiden, welche Produkte tatsächlich von Menschen gestaltet wurden und welche lediglich das Ergebnis automatisierter Bildgeneratoren sind.Link: Das angebotene Produkt | Rechts: Die LieferungNach Angaben des Unternehmens zählt diese Unsicherheit inzwischen zu den drei wichtigsten Gründen, weshalb Kunden nicht häufiger auf Etsy einkaufen. Auch Händler beklagen, dass ihre handwerklichen Arbeiten neben künstlich erzeugten Angeboten zunehmend untergehen.Mindestens ein echtes Produktfoto wird PflichtKünftig muss jede Produktanzeige grundsätzlich mindestens eine unbearbeitete Aufnahme des tatsächlichen Artikels vor einem realen Hintergrund enthalten. KI-generierte Kulissen oder nachträglich verschönerte Oberflächen reichen dafür nicht aus. Für digitale Produkte, Auftragsanfertigungen und Print-on-Demand-Angebote gelten Ausnahmen beziehungsweise angepasste Anforderungen.Etsy: Echtes Foto in KI-Umgebung wird akzeptiertWeitere Bilder dürfen Händler weiterhin bearbeiten, auch mithilfe von KI. Belichtung, Farben und Hintergründe lassen sich anpassen, solange das Ergebnis keine falschen Erwartungen weckt. Schäden oder Mängel dürfen nicht einfach wegretuschiert werden. Entsprechen vorhandene Angebote nicht den Vorgaben, müssen Verkäufer diese überarbeiten. Andernfalls können sie bei Beschwerden über erhebliche Abweichungen zur Rückerstattung verpflichtet werden.KI-Rezepte und automatisch erstellte Angebote verbotenStrenger wird Etsy bei digitalen Anleitungen. Schnittmuster, Rezepte und vergleichbare Gebrauchsanweisungen dürfen nicht mehr von KI erstellt werden. Verkäufer müssen außerdem anhand eines tatsächlich hergestellten Ergebnisses zeigen, dass ihre Anleitung funktioniert. Ein künstlich erzeugtes Vorzeigefoto genügt nicht.Auch vollständig von Bots angelegte Angebote ohne menschliche Beteiligung sind untersagt. Etsy will diese entfernen und kann betroffene Shops schließen. KI-generierte Kunst bleibt dagegen erlaubt, sofern eine nachvollziehbare kreative Eigenleistung vorliegt und der Einsatz der Technik offengelegt wird.Zur Durchsetzung kündigt Etsy zusätzliche Erkennungswerkzeuge an. Beim Hochladen verdächtiger Bilder sollen Händler Hinweise erhalten. Käufer bekommen zudem eine eigene Meldeoption für irreführende KI-Darstellungen. Solche Meldungen führen zunächst nicht automatisch zu Sanktionen. Weitere Kennzeichnungen für KI-Inhalte werden geprüft.★ ifun.de bei Google bevorzugen ★Der Beitrag KI-Versprechen, Amateur-Ergebnisse: Etsy zieht die Zügel an wurde zuerst auf ifun.de veröffentlicht.