21.10.2026 14.25Online seit heute, 14.25 UhrDer designierte ORF-Generaldirektor Clemens Pig will weniger als der einstige ORF-Chef Roland Weißmann verdienen. Das begründete er gegenüber „Kurier“ und „Standard“ mit dem erhöhten Sparbedarf, den der ORF gegenwärtig zu bewältigen hat.Er wolle in diesen Zeiten mit gutem Beispiel vorangehen und auf erfolgsabhängige Bonuszahlungen verzichten. Verhandelt wird morgen im Vergütungsausschuss des ORF-Stiftungsrats.Mit seinem Begehr wolle er den „Grundstein für eine neue Gehaltspyramide“ im öffentlich-rechtlichen Medienhaus setzen. „Die Menschen in Österreich haben ein Recht darauf, dass wir mit ihren Beiträgen verantwortungsvoll umgehen. Diesen Anspruch stelle ich zuallererst an mich selbst“, wurde Pig von den beiden Tageszeitungen zitiert.ORF-Stiftungsratsvorsitzender Heinz Lederer hatte im September angekündigt, dass man sich sehr genau mit der Ausgestaltung des Vertragswerks befassen werde, wobei man einen internationalen Personalberater und eine Arbeitsrechtlerin hinzuziehen werde. Er will einen größeren Teil der Direktorengehälter durch erfolgsabhängige Komponenten darstellen.Das lehnte Pig ab: „Es braucht keine Bonuszahlungen oder sonstige Gehaltsbestandteile, die draußen niemand versteht. Es soll ein Fixum geben, und das wird geringer sein als die Gesamtvergütung meines Vorgängers.“ Weißmann wurde im März veröffentlichtem Transparenzbericht ein Bruttojahresgehalt von 427.500 Euro ausgewiesen.