UNICEF: Schulausfälle wegen Klimas für jedes zehnte Schulkind

Wait 5 sec.

10.09.2026 11.13Online seit heute, 11.13 UhrWegen extremer Wetterereignisse wie Stürmen, Hitzewellen, Überschwemmungen und Waldbränden ist im vergangenen Jahr weltweit jedes zehnte Schulkind von Unterrichtsausfall betroffen gewesen. Laut einer heute vom UNO-Kinderhilfswerk (UNICEF) veröffentlichten Analyse fiel für 171 Millionen Kinder vom Vorschulalter bis zur Oberstufe die Schule aus.Dabei bestehe für Mädchen ein größeres Risiko, für immer aus dem Bildungssystem herauszufallen. Für die Analyse wurden Daten aus 106 Ländern und Gebieten ausgewertet. Klimabedingte Ereignisse hatten zur Folge, dass der Unterricht ausfiel, Schulen beschädigt wurden, der Unterricht online stattfand, Unterrichtszeiten verkürzt wurden, die Anwesenheitsquoten zurückgingen und zudem das Risiko eines Schulabbruchs stieg.„Für Millionen von Kindern bedeuten Klimaereignisse mehr als nur eine Unterrichtsunterbrechung“, sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Catherine Russell. „Sie zerstören Schulen, reißen Familien aus ihrem Umfeld und drängen die verletzlichsten Kinder endgültig aus dem Klassenzimmer – insbesondere Mädchen.“Der Analyse zufolge waren Stürme im vergangenen Jahr die häufigste Ursache für Schulunterbrechungen. Sie betrafen 109 Millionen Schülerinnen und Schüler weltweit. Von Überschwemmungen waren mindestens 70 Millionen Schülerinnen und Schüler betroffen. Hitzewellen unterbrachen den Schulbetrieb für etwa 50 Millionen Kinder und Jugendliche.