07.09.2026 12.57Online seit heute, 12.57 UhrNach dem Streit zwischen ÖVP und SPÖ über das von Kanzler Christian Stocker (ÖVP) propagierte „Zukunftsdepot“ hat sich die dritte Koalitionspartei NEOS heute klar für die Maßnahme ausgesprochen. Einer raschen Umsetzung stehe nichts im Wege, teilte die liberale Regierungspartei der APA mit.Laut den Plänen der ÖVP sollen Eltern ein steuerfreies Depot für ihre Kinder anlegen können. Zudem soll der Staat 2027 bei der Geburt eines Kindes ein Startguthaben von 500 Euro beisteuern. Entnommen werden dürfte das auf den Finanzmärkten angelegte Geld erst ab dem 18. Geburtstag.Bis dahin sollen weder Kapitalertragssteuer (KESt) noch Kontoführungsgebühren anfallen. Jährlich können die Eltern bis zu 5.000 Euro einzahlen.Das SPÖ-geführte Finanzministerium hatte am Wochenende gemeint, dass eine Umsetzung mit Jahresbeginn 2027 schwierig werden dürfte, und damit für Verärgerung bei der ÖVP gesorgt. Budgetiert sei der staatliche Zuschuss nur für die kommenden zwei Jahre mit je 40 Millionen Euro, eine langfristige Finanzierung fehle. Zudem sei die KESt-Begünstigung hier nicht beachtet und noch zu finanzieren.Kanzleramtsministerin Claudia Bauer (ÖVP) warf Finanzminister Markus Marterbauer daraufhin „ideologische Vorbehalte“ vor. Im Rahmen der Budgetverhandlungen sei ein Start am 1. Jänner vereinbart worden und dieser daher auch möglich.