11.09.2026 10.30Online seit heute, 10.30 UhrDie jemenitische Huthi-Miliz hat nach Angaben eines örtlichen Regierungsvertreters eine Insel in der Meerenge Bab al-Mandab eingenommen und kontrolliert damit nun die wichtige Schifffahrtsstraße.Boote mit bewaffneten Huthi-Kämpfern hätten die auch unter dem Namen Perim bekannte Insel Mayyun erreicht, erklärte ein Regierungsvertreter heute. Ein Augenzeuge berichtete, bewaffnete Männer würden „entlang der Küste von Bab al-Mandab Posten beziehen und mit Militärfahrzeugen umherfahren“.Berichte: Hafenstadt Mokka übernommenZuvor haben die Huthis die strategisch wichtige Hafenstadt Mokka unter ihre Kontrolle gebracht. Das berichteten dpa und Reuters gestern mit Verweis auf Augenzeugenberichte und mit der Sache vertraute jemenitische Militärkreise. Damit weiten die Rebellen ihren Einfluss auf die Meerenge Bab al-Mandab aus, die als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt gilt.APA/AFP/UGCLaut Reuters griffen die Huthis zudem die militärisch bedeutsamen Hanisch-Inseln an. Die Sorge vor einer Blockade der Seewege ließ den Preis für die Rohölsorte Brent um 3,5 Prozent auf über 100 Dollar pro Barrel steigen.Huthi-Sprecher Mohammed Abdulsalam erklärte auf der Plattform X, die Schifffahrt und der internationale Handel im Roten Meer und in der Meerenge Bab al-Mandab seien weiterhin sicher. Der Jemen stelle keine Bedrohung für den Schiffsverkehr dar. Die Einsätze der Huthis seien defensiv und beschränkten sich auf zuvor angekündigte Ziele. Die Aktionen würden eingestellt, sobald die Angriffe auf den Jemen endeten und die Blockade aufgehoben würde.Zentrale Route für Rohöl und TreibstoffDie Meerenge Bab al-Mandab liegt zwischen dem Jemen auf der Arabischen Halbinsel einerseits und Dschibuti sowie Eritrea an der afrikanischen Küste andererseits. Sie ist eine Hauptroute für Rohöl und Treibstoff aus der Golfregion in Richtung Mittelmeer und Asien.Für Saudi-Arabien ist der Seeweg durch das Rote Meer besonders wichtig, da die Straße von Hormus wegen des Konflikts zwischen den USA und dem Iran weitgehend blockiert ist. Die jemenitischen Regierungstruppen zogen sich den Angaben zufolge nach Süden in Richtung Dhubab zurück, um die Kontrolle über die Meerenge zu sichern.Die Kämpfe zwischen Saudi-Arabien und den Huthis eskalierten zuletzt weiter. Die saudi-arabischen Behörden lösten in der südwestlichen Stadt Chamis Muschait zuletzt wegen anhaltender Angriffe der Miliz viermal innerhalb von 24 Stunden Luftalarm aus. Um eine weitere Eskalation zu verhindern, übermittelte Pakistan eine saudi-arabische Aufforderung an den Iran, mäßigend auf die Huthis einzuwirken. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.