Arbeitsmarkt: Seniorenrat will Anreizsystem für Ältere

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11.09.2026 14.08Online seit heute, 14.08 UhrDie Seniorenvertreterinnen Ingrid Korosec (ÖVP-Seniorenbund) und Birgit Gerstorfer (SPÖ-Pensionistenverband) haben heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Vorsitzenden der Alterssicherungskommission, Christine Mayrhuber, angekündigt, ein Anreizsystem für Unternehmen ausarbeiten zu wollen.Das soll helfen, die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer zu heben. Ausarbeiten soll das Bonus-Malus-System das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO).Als Frist habe man Ende des Jahres ins Auge gefasst, so Korosec. Dann will man das Anreizsystem der Öffentlichkeit präsentieren und der Regierung vorlegen.„Wir hören immer wieder, dass wir länger arbeiten müssen bzw. dass das Antrittsalter erhöht werden muss. Gleichzeitig erleben wir aber, dass Unternehmen ihrer Verantwortung nicht gerecht werden und ältere Arbeitnehmer abbauen bzw. nicht einstellen“, kritisierte Gerstorfer.System soll „aufkommensneutral“ seinEs handle sich um ein „komplexes Vorhaben“, räumte Mayrhuber ein. Es müsse „aufkommensneutral“ sein und könnte etwa über die Sozialversicherungsbeiträge abgewickelt werden.Unternehmen mit einem hohen Anteil an Beschäftigten über 60 Jahre könnten dann geringere Beiträge zahlen als jene mit weniger Arbeitnehmern in dieser Gruppe, erläuterte Mayrhuber: „In Summe würde sich das Aufkommen nicht verändern, die Unternehmen aber unterschiedlich Beiträge leisten.“Geteiltes EchoUnterstützung für ein Bonus-Malus-System kam vom Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB) und der Arbeiterkammer (AK), die im Herbst ein eigenes Modell auf den Tisch legen wollen. Ablehnung kam vom ÖVP-Wirtschaftsbund und der Wirtschaftskammer (WKO). Auch die Industriellenvereinigung (IV) äußerte sich ablehnend.Wenig halten die Seniorenvertreterinnen von dem von NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger geforderten Pensionsgipfel der Parlamentsparteien. Korosec hält diesen für „völlig überflüssig“ und populistisch. Dem schloss sich Gerstorfer an. Auch für Mayrhuber ist ein derartiger Gipfel „etwas für die Medien“. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.