Atomstreit: IAEA bringt Iran vor UNO-Sicherheitsrat

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09.09.2026 18.46Online seit heute, 18.46 UhrDas iranische Nuklearprogramm wird erneut ein Fall für den UNO-Sicherheitsrat. Weil Teheran die Zusammenarbeit mit internationalen Atominspektoren weitgehend verweigert, beschloss der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien, das oberste Gremium der Vereinten Nationen in New York einzuschalten.Dieser symbolische Eskalationsschritt wurde von den Vereinigten Staaten, Deutschland, Frankreich und Großbritannien angestoßen.„Äußerst dringender Handlungsbedarf“Der Gouverneursrat zeigte sich in einer Resolution „tief besorgt“, dass IAEA-Inspektoren keine aktuellen Informationen zu den Uranbeständen und keinen Zugang zu Atomanlagen im Iran hätten. Es bestehe „äußerst dringender Handlungsbedarf“, hieß es in dem Text. Teheran solle schnellstens alles offenlegen, damit die IAEA bestätigen könne, dass kein Atommaterial für militärische Zwecke abgezweigt werde. Teheran bestreitet, nach Nuklearwaffen zu streben.Russland und China lehnen Resolution abDie Resolution wurde von 23 der 35 Staaten im Gouverneursrat unterstützt. Russland, China und Niger stimmten nach Angaben von Diplomaten dagegen. Die restlichen Länder enthielten sich oder nahmen nicht an der Abstimmung teil. Wegen der Ablehnung Moskaus und Pekings ist es unwahrscheinlich, dass der UNO-Sicherheitsrat nun Schritte gegen Teheran einleitet, hieß es aus westlichen Diplomatenkreisen.Teheran hatte IAEA-Inspektionen in den vergangenen Jahren mehr und mehr eingeschränkt. Das war eine Reaktion auf die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, aus dem Atompakt mit dem Iran auszusteigen.