09.09.2026 17.13Online seit heute, 17.13 UhrZiel des 2022 gestarteten REPowerEU-Programms der EU-Kommission ist, die EU unabhängiger von russischen fossilen Brennstoffen zu machen und die Energiewende zu beschleunigen.Fossile Brennstoffe sollten aus unterschiedlichen Ländern bezogen, die Produktion erneuerbarer Energie ausgebaut und grenzüberschreitende Energienetze besser verbunden werden.Laut einem heute veröffentlichten Bericht des EU-Rechnungshofes (EuRH) ist das bisher nicht gelungen. Die 27 EU-Länder hätten nicht einmal ein Fünftel der zusätzlichen Investitionen von 300 Milliarden Euro mobilisiert, die zum Erreichen der Ziele notwendig wären.Der Rechnungshof fordert angesichts der aktuellen Gefahren für die Energieversorgung aufgrund der Krisen im Nahen Osten deutlich mehr Investitionen und Einsatz von den EU-Ländern beim Umstieg auf erneuerbare Energien.Mittel kaum in Anspruch genommen„Vier Jahre nach seiner Einführung ist REPowerEU ins Stocken geraten, obwohl mehrere hundert Milliarden Euro bereitgestellt wurden“, kritisierte Mihails Kozlovs, für den Bericht zuständiges EuRH-Mitglied, in einer Aussendung.Der Prüfung zufolge wurden die REPowerEU-Mittel von den EU-Ländern bisher kaum in Anspruch genommen. Eigentlich hätten die Nationalen Energie- und Klimapläne (NEKP) konkrete Maßnahmen und Vorgaben zur Erreichung der Ziele enthalten sollen.Überprüfung der Zielerreichung schwierigZudem kann die Kommission laut Rechnungshof die Fortschritte bei REPowerEU nicht direkt überprüfen, sondern nur über die zweijährlichen Fortschrittsberichte zu den Energie- und Klimaplänen. Das würde eine effiziente Steuerung und Überprüfung der nationalen REPowerEU-Ziele durch Brüssel nicht garantieren.Zudem hätten nur drei Mitgliedsstaaten den zweijährlichen Fortschrittsbericht 2025 fristgerecht vorgelegt (im Jahr 2023 sieben), und bis Dezember 2025 hätten vier Mitgliedsstaaten – darunter Österreich – noch immer nicht den vollständigen Bericht, einschließlich aller 23 obligatorischen Anhänge, vorgelegt.Der Rechnungshof fand Unstimmigkeiten in acht zweijährlichen Fortschrittsberichten von neun untersuchten Mitgliedsstaaten, die 99,9 Prozent der gemeldeten privaten Investitionen repräsentieren. Vier Mitgliedsstaaten (auch Österreich) hätten die Tabelle zur Finanzberichterstattung leer, ohne Zahlen, übermittelt.