Geheimdienst warnte vor Massenankunft in Ceuta

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10.09.2026 09.22Online seit heute, 9.22 UhrDer spanische Geheimdienst CNI hat die Behörden in Ceuta einen Tag vor der beispiellosen Massenankunft von Migranten und Migrantinnen Ende Juli vor einem möglichen „Überfall über Land und Meer“ auf die Nordafrika-Exklave gewarnt. Das geht aus geheimen Unterlagen hervor, die gestern von der Regierung von Ministerpräsident Pedro Sanchez in Madrid nun freigegeben wurden.Der CNI habe am 29. Juli sowohl die Regierungsvertretung in Ceuta als auch die Polizeieinheit Guardia Civil über Aufrufe in sozialen Netzwerken informiert, am folgenden Tag die Grenze zu überqueren. Nach diesen Warnungen hatten zwei entsprechende Gruppen zusammen rund 180.000 Follower.In einer weiteren Mitteilung des CNI war von geplanten Versuchen die Rede, schwimmend und über den Grenzzaun nach Ceuta zu gelangen. Der CNI informierte nach den jetzt freigegebenen Unterlagen auch die marokkanischen Behörden.40 Dokumente freigegebenDie Regierung gab rund 40 Dokumente aus der Zeit zwischen 1. Juli und 1. August frei. Sanchez will damit nach eigenen Angaben belegen, dass die Regierung vor der Massenankunft nicht vor einer solchen Dimension gewarnt worden sei. Eine Stellungnahme zu den neuen Veröffentlichungen gab es zunächst weder von der Regierung noch von der Opposition.Spanien will Ceuta in Zollunion bringenDie südliche EU-Außengrenze müsse von der EU die gleiche Aufmerksamkeit erhalten wie die östliche Grenze, sagte der spanische Außenminister Jose Manuel Albares. Er erkenne an, dass man im Osten mit einer militärischen Bedrohung konfrontiert sei, die mit keiner Bedrohung an einer anderen Grenze vergleichbar sei. Zugleich gebe es aber auch nichts, was mit der Herausforderung an der Grenze zu Afrika und dem daraus resultierenden Migrationsdruck vergleichbar wäre.Laut Albares sollte deshalb umfangreiche zusätzliche Unterstützung geprüft werden. Er informierte die EU-Kommission nach eigenen Angaben zudem darüber, dass Spanien beantragen wird, die beiden Exklaven Ceuta und Melilla in die EU-Zollunion aufzunehmen. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.