Berichte über tödliche autonome Drohne: UNO „entsetzt“

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07.09.2026 15.19Online seit heute, 15.19 UhrUNO-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat sich „entsetzt“ über Berichte über die Tötung von Menschen in der Ukraine durch eine autonom agierende russische Drohne gezeigt. „Ich schließe mich den Aufrufen an, Waffen zu verbieten, die ohne menschliches Zutun töten können“, sagte Türk heute vor dem UNO-Menschenrechtsrat in Genf. Er fügte hinzu, dass auch die Ukraine offenbar solche Waffen getestet habe.Die „New York Times“ hatte am 24. August berichtet, dass eine von künstlicher Intelligenz (KI) gesteuerte Drohen am 6. Juli drei Menschen in der ukrainischen Stadt Saporischschja getötet hatte. Demzufolge sollte die Drohne eigentlich eine Tankstelle angreifen, änderte dann aber selbstständig ihr Ziel. Laut dem britischen „Guardian“ wurde in der Folge ein Mensch getötet.UNO warnt vor KillerroboternAm 25. August hatten die UNO und das Rote Kreuz vor einer Zukunft gewarnt, in der Killerroboter auf Menschen zielen, und strengere internationale Regeln gefordert. Unter diesen tödlichen autonomen Waffensystemen werden im Allgemeinen Waffensysteme verstanden, die ohne menschliches Eingreifen Ziele auswählen und Gewalt anwenden.Bisher ist ein Einsatz derartiger Waffen noch nicht offiziell bestätigt worden. Angesichts der Kriege und Konflikte in der Ukraine und in der Golfregion, in denen zunehmend Drohnen eingesetzt werden, mehren sich aber die Befürchtungen.Widerstand von USA, Russland, Indien und IsraelAm vergangenen Wochenende konnten die Vereinten Nationen einen ersten Erfolg in ihren Bemühungen um eine Einschränkung autonomer Waffensysteme vermelden. Nach jahrelanger Diskussion einigten sich in Genf knapp 130 Staaten auf eine Definition der Waffen. Das verabschiedete Dokument wurde allerdings nicht veröffentlicht.Im November wollen die Länder darüber entscheiden, ob sie Verhandlungen über einen Vertrag zur Regelung solcher Waffensysteme aufnehmen wollen. Der Stiftung Lex International zufolge gehören die USA, Russland, Indien und Israel zu den Hauptgegnern solcher Überlegungen. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.