IWF: Weltwirtschaft trotzt Energiekrise

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10.09.2026 21.23Online seit heute, 21.23 UhrDie Weltwirtschaft hat den durch den Nahost-Krieg ausgelösten Energieschock nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) besser verkraftet als befürchtet.Die globale Wirtschaftsleistung werde 2026 voraussichtlich weiterhin um etwa drei Prozent wachsen, teilte der IWF heute mit. Die globalen Inflationserwartungen seien zwar gestiegen, aber längerfristig gut verankert.„Bisher hat sich die Weltwirtschaft trotz des sechsmonatigen Krieges im Nahen Osten als robust erwiesen“, sagte die Sprecherin des IWF, Julie Kozack. Einige Länder hätten die Energiekrise durch den Einsatz von Reserven bewältigt, während andere auf neue Energiequellen umgestiegen seien oder die Nachfrage gedrosselt hätten.Die Öl- und Erdgaspreise seien nach wie vor hoch und der Energieschock durch den Krieg sei noch nicht vorbei, erklärte Kozack weiter. Zudem nehme der weltweite Schuldendruck zu und der Prozess der Disinflation nach der Teuerungswelle von 2022 sei ins Stocken geraten.Die Weltwirtschaft werde von gegenläufigen Kräften beeinflusst. Auf der einen Seite stehe der negative Angebotsschock bei Energie, der die Preise dafür sowie für Düngemittel und Lebensmittel in die Höhe treibe. Auf der anderen Seite sorge der von künstlicher Intelligenz (KI) angetriebene Technologiezyklus für einen positiven Nachfrageschub.Die Risiken seien hoch, da viele Länder ihre Öl- und Gasreserven wieder auffüllen müssten und die Energienachfrage mit dem nahenden Winter auf der Nordhalbkugel steigen dürfte.