08.09.2026 14.10Online seit heute, 14.10 UhrVolkshilfe und Caritas sind mit dem durchgesickerten Entwurf für die neue Sozialhilfe aus dem Haus von Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) skeptisch bis höchst unzufrieden.Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger kritisierte heute, dass die im Koalitionsprogramm in Aussicht gestellte Kindergrundsicherung offenbar vom Tisch sei. Man fordere die Regierung auf, „zu ihrem Wort zu stehen“, so Fenninger.Die Caritas warnte u. a. vor niedrigen Kinderrichtsätzen. Viele Menschen, die heute auf Sozialhilfe angewiesen seien, könnten sich schon jetzt das Leben kaum leisten. Eine Reform dürfe ihre Situation „nicht noch weiter verschärfen“, sagte Caritas-Präsidentin Nora Tödtling-Musenbichler.Integrations- und Familienministerin Claudia Bauer (ÖVP) will sich den Vorschlag „genau anschauen“. Gleichzeitig betonte Bauer, dass es eine Sozialhilfereform brauche, die „unmissverständlich und auch gerecht“ sei. Die Sozialhilfe sei ein „allerletztes Sicherheitsnetz“.Der Sozialsprecher der dritten Koalitionspartei NEOS, Johannes Gasser, zeigte sich durchaus offen für den Vorschlag. Man wolle, dass die Sozialhilfe ein „Sprungbrett in den Arbeitsmarkt“ werde, so Gasser.Klar sei für seine Fraktion, „dass jedes Kind gleich viel wert ist, aber nicht jedes Kind schlussendlich auch gleich viel kostet“. Dementsprechend sei eine Staffelung der Kindersätze aus NEOS-Sicht nachvollziehbar.