Jellyfin 12.0: Großes Update für den freien Medienserver

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Der freie Medienserver Jellyfin steht in Version 12.0 bereit. Das große Update baut auf der mit Version 10.11 begonnenen Umstellung der internen Datenbank auf und nutzt die neue Grundlage nun für spürbare Optimierungen bei großen Mediatheken. Gleichzeitig kümmert sich Jellyfin ausführlicher um Bücher und Comics und stellt mehrere technische Schnittstellen um.Jellyfin ist ein kostenloser, quelloffener Medienserver für die eigene Film-, Serien- und Musiksammlung. Voraussetzung ist ein Rechner, NAS oder Heimserver, auf dem Jellyfin läuft und die Mediendateien verwaltet. Auf die Bibliothek greifen Nutzer anschließend über den Browser oder passende Client-Apps zu. Für Mac, iPhone, iPad und Apple TV stehen neben den offiziellen Anwendungen auch mehrere Drittanbieter-Clients wie Navifin zur Verfügung.Große Bibliotheken sollen flüssiger reagierenVor allem Playlists und Sammlungen verwaltet Jellyfin jetzt anders. Deren Inhalte landen nicht mehr gesammelt in einem großen Datensatz, sondern werden einzeln in der Datenbank abgelegt. Seitenweise Abfragen, Zähler oder Änderungen einzelner Einträge benötigen dadurch weniger Arbeit. Auch „Continue Watching“, „Next Up“, Künstlerabfragen und die Anzeige bereits gesehener Inhalte sollen schneller reagieren.Die Änderungen betreffen vor allem das Durchsuchen der Bibliothek, nicht den Scanner selbst. Nach dem Upgrade ist dennoch ein vollständiger Bibliotheks-Scan vorgeschrieben. Dabei baut Jellyfin unter anderem automatisch erkannte Alternativversionen neu auf. Diese lassen sich mit Version 12.0 erstmals auch für Serienfolgen gruppieren, etwa wenn dieselbe Episode in 1080p und 4K vorliegt.Jellyfin ist für Nutzer eigener NAS- und Heimserver-Mediatheken weiterhin eine kostenfreie Alternative zu Plex. Gerade dort haben sich zuletzt auch spezialisierte Clients etabliert. Auf Apples Endgeräten stehen beispielsweise JellyBox sowie Anwendungen wie Infuse mit Jellyfin-Anbindung bereit.Bücher und Comics wandern in den ServerDeutlich umfangreicher fällt auch die Unterstützung für Bücher aus. Funktionen des bisherigen Bookshelf-Plugins übernimmt nun der Server selbst. Jellyfin liest Metadaten aus OPF- und ComicInfo-Dateien, erzeugt Vorschaubilder für EPUBs und Comicarchive, ermittelt Seitenzahlen und verarbeitet Kapitel von Hörbüchern. Im Webclient gibt es dazu eine überarbeitete Bibliotheksansicht und eine vereinheitlichte Leseoberfläche.Vor dem Update mahnen die Entwickler ausdrücklich zu einem vollständigen manuellen Backup. Die Datenbank wird beim ersten Start umgebaut, eine Rückkehr zur älteren Version ist anschließend nur über eine Sicherung möglich.Zudem enthält Jellyfin 12.0 mehrere Sicherheitskorrekturen. Die Entwickler empfehlen daher grundsätzlich den Umstieg, sobald Backup, Plugins und Clients entsprechend vorbereitet sind.Jellyfin Mobile (Kostenlos, App Store) →★ ifun.de bei Google bevorzugen ★Der Beitrag Jellyfin 12.0: Großes Update für den freien Medienserver wurde zuerst auf ifun.de veröffentlicht.