09.09.2026 06.29Online seit heute, 6.29 UhrDie Gesundheitsausgaben sind in Österreich vom Jahr 2015 bis 2024 um 60 Prozent (auf 52,1 Mrd. Euro) gestiegen. Damit lag der Anstieg deutlich über dem nominellen Bruttoinlandsprodukt, das um 44,4 Prozent gewachsen ist. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Budgetdienstes des Parlaments hervor.Die Zuwächse reichten von 42,9 Prozent bei medizinischen Gütern bis 143,5 Prozent bei der spitalsambulanten Versorgung. Die rein öffentlichen Ausgaben (ohne Privatkosten und ohne Langzeitpflege) betrugen in Österreich im Jahr 2024 39,5 Mrd. Euro – und waren damit laut dem Bericht für etwa 15 Prozent der gesamten Staatsausgaben verantwortlich.Berücksichtigt man auch die privaten Ausgaben, so betrugen die gesamten Gesundheitsausgaben (ohne Langzeitpflege) im Jahr 2015 noch 32,6 Mrd. Euro. Bis zum Jahr 2024 stiegen sie um 19,5 Mrd. Euro bzw. die genannten 60 Prozent auf 52,1 Mrd. Euro an.Im Bericht heißt es, dass die Finanzierung des Gesundheitssystems komplexe Verflechtungen zwischen Bund, Ländern, Gemeinden und der Sozialversicherung aufweise, „insbesondere im Bereich der Krankenanstaltenfinanzierung“. Daraus würden „widersprüchliche finanzielle Anreize“ für die Akteure im Gesundheitssystem entstehen, die vor allem Leistungsverschiebungen zwischen dem stationären und niedergelassenen Bereich betreffen.Die Gründe für den Anstieg dürften zu einem guten Teil demografisch bedingt sein. Im Bericht wird darauf verwiesen, dass der allgemeine Anstieg der Staatsausgaben auf demografieabhängige Bereiche zurückzuführen ist. Genannt werden hier neben den Pensionen und der Pflege auch der Gesundheitsbereich.